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11.05.2017

Warten auf neue Wohnungen

Ideen gab es einige zur Weiterentwicklung der Frankfurter Nordweststadt – bislang aber ohne Folgen.

Es ist grün hier auf dem Feld. In der Ferne leuchten die Rapsfelder gelb, im Hintergrund wachen die Hänge des Taunus. Dazwischen rauschen Autos und Lastwagen über die Autobahn. Hier auf dem Feld vor dem westlichen Ende der Nordweststadt soll einmal gebaut werden. Ein Plan, der einem städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Weiterentwicklung der Nordweststadt entstammt, den die Stadt Frankfurt im Jahr 2011 veranstaltet hatte. Doch aus den Plänen des Ideenwettbewerbs ist bisher nichts geworden.

Das Feld liegt so grün wie eh und je. Und auch im Kleinen Zentrum an der Thomas-Mann-Straße, in das neues Leben eingehaucht werden sollte, geschieht nichts. In der Nordweststadt fragt man sich, was von den architektonischen Wettbewerben und Bürgerbefragungen nun noch in die Tat umgesetzt werden wird. Für den Moment zumindest bleibt erst einmal alles, wie es ist. 10,2 Hektar hat das Feld, das bebaut werden soll. Vor drei Jahren wurde der Bebauungsplan aufgestellt. Nummer 906. Im Aufstellungsbeschluss beschreibt die Stadt Frankfurt, dass sie hier einen wichtigen Beitrag dazu leisten will, den Zuwachs an Bevölkerung in der Stadt aufzufangen. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum soll hier bedient werden.

Bevor hier jedoch Bagger anrücken, muss geklärt sein, wie es eigentlich weitergehen soll mit dem Autobahnausbau und der Regionaltangente West (RTW). Denn die besondere Lärmsituation der A5 würde das Wohnbauprojekt beeinflussen. Weil wesentliche Fragen noch offen sind, können die Pläne nicht vorangetrieben werden. So schreibt es der Magistrat in einer Stellungnahme an den Ortsbeirat 8.

Schon im Januar 2017 hatte der Beirat infolge eines entsprechenden Antrags der CDU-Fraktion nachgefragt, was denn nun eigentlich sei mit den Ergebnissen aus dem Ideenwettbewerb. Antragsteller Ralf Porsche kann nachvollziehen, dass die Planungen rund um die A5 und die RTW das Bauprojekt verlangsamen. Nach dem Ideenwettbewerb 2011/2012 müsse die Stadt die Bürger bei solchen Verzögerungen aber ebenfalls mit einbeziehen. „Die Kommunikation könnte an dieser Stelle besser sein“, findet Porsche.

Auch für das Kleine Zentrum hatte es große Pläne gegeben: modernere Gestaltung, Öffnung zur Thomas-Mann-Straße. Doch hier, wo einst Metzger, Post, Bäcker und Friseure die nötigen Dienstleistungen für die Menschen der Nordweststadt abdeckten, ist es ruhiger geworden. Immerhin: In den vergangenen Jahren haben sich in dem Zentrum soziale Institutionen eingerichtet: Kitas und das Nachbarschaftsbüro etwa. „Das Kleine Zentrum ist schon noch ein wichtiger sozialer Treffpunkt“, sagt Jan Goßmann. Der Vorsitzende des Vereins Brücke 71, der sich für die Nordweststadt engagiert, hofft, dass das auch so bleibt. Sicher ist das nämlich nicht. Am 27. Juni dieses Jahres wird der Baukomplex zwangsversteigert. Dann geht das Zentrum in neue Hände über, die über die Geschicke bestimmen werden. Goßmann hofft, ein neuer Investor erkennt, dass die Mischung aus sozialen Aktivitäten und Geschäften wichtig ist für das Quartier. „Wir haben hier Gruppen aus aller Herren Länder. Es ist gut, wenn man sich beim Einkaufen einfach mal begegnen kann.“ Ein gemeinsamer Raum sei die beste Grundlage für Integration, findet Goßmann.

Der Ortsbeirat fragt deswegen schon mal beim Magistrat nach, ob die Stadt das Grundstück nicht erwerben möchte. Das sei ohnehin vor Jahren einmal angedacht gewesen, sagt Goßmann. Die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth habe das zugesagt, für den Fall, dass kein neuer Investor gefunden wird. „Vielleicht erinnert sich die Stadt dann ja auch wieder an den Ideenwettbewerb“, sagt Goßmann. Die Pläne von damals seien schließlich attraktiv gewesen für die Weiterentwicklung des Zentrums. Goßmann mahnt: „Wenn ein neuer Investor das Kleine Zentrum nur mit Wohnungen zukleistert, dann wäre es eine schlechtere Situation, als sie es jetzt ist.“



Artikel der Frankfurter Rundschau vom 11.05.2017. Von Klaas Mucke

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