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25.04.2018

Sanierung vollendet

Die Gustav-Adolf-Kirche wird mit Nachbauten der Originalstühle ausgestattet. 86 Stück werden insgesamt angefertigt.

Behutsam hebt Sven Goldenstein die drei schwarzen Holzstühle aus seinem Kofferraum. Knapp 350 Kilometer hat der gelernte Tischler aus der Nähe von Hannover heute Morgen mit der kostbaren Fracht an Bord zurückgelegt. Mit den Stühlen wird die Sanierung der Gustav-Adolf-Kirche vollendet.

Ein ganzes Jahr wurde der Innenraum des im Jahr 1928 nach Plänen des Architekten Martin Elsässer erbauten Gotteshauses generalüberholt: Der ursprüngliche Anstrich wurde freigelegt, die alten Lampen nachgebaut und die Fenster ausgetauscht. Im März 2017 öffnete die wiederhergestellte Kirche schließlich ihre Pforten. Nur die braunen Holzstühle mit dem Stoffbezug weichen seitdem noch von den Originalplänen Elsässers ab.

„Die kommen ursprünglich aus der evangelischen Gemeinde Nordweststadt-Mitte“, erklärt Jürgen Schmidt. Im Jahr 2010 gründete der 75-jährige gemeinsam mit anderen Gemeindemitgliedern den Förderverein Gustav-Adolf-Kirche, um Spenden für die Sanierung zu sammeln. Was mit den Originalstühlen passiert ist, weiß er nicht so richtig. Nur so viel: Weil man sie nicht stapeln konnte, wurden sie aussortiert und ersetzt. „Und dabei sind sie irgendwie verloren gegangen.“ Lediglich 15 Elsässer-Originale überlebten – sie zieren jetzt die erste Reihe des Innenraums.

Die Anforderungen für die Nachbauten waren hoch: Möglichst nah am Original sollten sie sein, und trotzdem stapelbar. „Dem gerecht zu werden, war definitiv eine große Herausforderung“, sagt Tischler Goldenstein. Sieben Wochen hätten er und sein Werkstatt-Partner gebraucht. Das Problem: Für die Stühle gibt es keine Blaupause, alles musste von Hand gemacht werden. Außerdem musste er sich eine neue Lösung für den Buchhalter an der Rückenlehne ausdenken. Bei den Originalen steckten die Kirchenbesucher ihre Gesangsbücher oder Bibeln hinter ein Metallgitter – das würde die Lehne zerkratzen, wenn die Stühle gestapelt werden.

Goldenstein hat deshalb zwei Entwürfe mit unterschiedlichen Haltern aus Holz mitgebracht, sodass die Stühle nicht beschädigt werden. Welches der zwei Modelle letztendlich im Innenraum stehen wird, bespricht der Kirchenvorstand mit dem Förderverein sowie dem evangelischen Regionalverband und dem Landesdenkmalamt. „Und natürlich hat auch die Gemeindemitglieder ein Mitspracherecht“, sagt Schmidt. In der nächsten Woche werden die Stühle für alle zugänglich im Gemeindezentrum der Kirche ausgestellt.

Spätestens am 9. September – dem Tag des Denkmals – sollen die Stühle im Gotteshaus stehen. Das ist der Gemeinde viel Geld wert: Rund 400 Euro wird ein einziger Stuhl kosten. Die Gesamtkosten für die 86 Nachbauten werden also bei ungefähr 34 000 Euro liegen. Der Förderverein will davon 16 000 Euro bezahlen – der Rest kommt vom Kirchenvorstand.Artikel Frankfurter Rundschau, vom 24.04.2018.Von Moritz Elliesen




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