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10.05.2004

Ran an die Spargelmesser

Meisterköche schälten im Nordwestzentrum für den guten Zweck um die Wette
Von Carmen Schmidt

Nordweststadt. Für flinke Meisterhände ist das Spargelschälen eine leichte Übung. Ruckzuck ist die Schale ab – und das auch noch für einen guten Zweck: 20 Küchenmeister übernahmen gegen eine Spende für die Besucher im Nordwestzentrum das Spargelschälen und sammelten damit Geld für den Verein „Kinderhilfestiftung“.

Fünf Stunden lang legten sich die Meisterköche ins Zeug, insgesamt 1000 Euro kamen so zusammen. Die Spende kommt chronisch kranken Kindern zu Gute, für die sich die „Kinderhilfestiftung“ seit mittlerweile 23 Jahren engagiert. Das Spargelschälen für einen guten Zweck hat im Nordwestzentrum Tradition: „Wir machen das schon seit einigen Jahren. Die Kinderhilfestiftung unterstützen wir mit dieser Aktion zum vierten Mal“, sagte Küchenmeister Horst Preißler.

Allerdings wurde der Spargel nicht nur von Meisterhand geschält, auch der Nachwuchs zeigte im Umgang mit dem Schälmesser sein Können. Beim Spargelschäl-Wettbewerb traten 22 Auszubildende gegeneinander an.

Für die angehenden Köche ging es darum, in möglichst kurzer Zeit zweieinhalb Kilogramm Spargel zu schälen. Neben der Schnelligkeit fiel bei der Bewertung allerdings auch die Sorgfältigkeit ins Gewicht: Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Schale durfte von den weißen Stangen abgeschnitten werden. Anschließend mussten die Stangen außerdem zu gleich großen Bündeln gebunden werden.

Der Nachwuchs stellt sich gut an, zog Andreas Lein, zweiter Vorsitzender der „Köche Frankfurt“, ein positives Fazit. „Durchschnittlich haben die Teilnehmer weniger als zehn Minuten gebraucht. Das ist ein tolles Ergebnis“, lobte Andreas Lein. Vor vier Jahren, als der Wettbewerb erstmals veranstaltet wurde, hätten sich die Teilnehmer noch etwas mehr Zeit gelassen: Durchschnittlich zwölf Minuten benötigten sie zum Schälen und Bündeln der Stangen. Doch für den Sieg ist eben nicht allein die Schnelligkeit entscheidend.

Der schnellste Teilnehmer schälte die 2,5 Kilo zwar in nur etwas mehr als sieben Minuten, für die ersten drei Plätze reichte es dennoch nicht.

Als Gewinner ging Marco Boeck vom Hotel „Schöne Aussicht“ in Bergen-Enkheim aus dem Wettkampf hervor. „Die Auszubildenden zeigen mit der Teilnahme an dem Wettbewerb ihre Leistungsbereitschaft und ihre Begeisterung für den Beruf“, lobte Lein.

Und natürlich konnte auch der in Windeseile geschälte Spargel der Wettbewerbsteilnehmer von den Besuchern des Nordwestzentrums erstanden werden, der Obolus für das Schälen wurde ebenfalls gespendet. Gelobt wurde das Engagement der Nachwuchsköche auch von der ehrenamtlichen Stadträtin Lilly Pölt, die zeitweise selbst für den guten Zweck zum Schälmesser griff und später den Spendenscheck an Dieter Hofmann, Vorsitzender der „Kinderhilfestiftung“, übergab.




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