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26.09.2009

Was das Jugendbüro leistet

Schon seit knapp 40 Jahren gibt es das Angebot in der Nordweststadt. Seit knapp 40 Jahren gibt es Jugendarbeit im Nordwestzentrum. Was das Jugendbüro leistet, stellten Jens Rösler und Anita Traband in der Sitzung des Ortsbeirats vor.

99 Prozent haben einen Migrationshintergrund, die meisten einen niedrigen oder gar keinen Schulabschluss. Viele von ihnen sind straffällig geworden, nehmen Drogen. Nein, die Arbeit, die Jens Rösler und Anita Traband im Jugendbüro Nordweststadt leisten, ist keine einfache. Das wurde in der Sitzung des Ortsbeirats 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) deutlich. Dort stellten die beiden Mitarbeiter das Programm, ihre Aufgaben und die Probleme, vor denen sie mitunter stehen, vor.

Zwischen 14 und 24 Jahre alt sind die Jugendlichen, die das Jugendbüro im Nidaforum 10 besuchen. Doch es gibt Mädchen und Jungen, die von der Einrichtung nicht erreicht werden– weil sie nicht von selber kommen. «Und nur weil sie nicht kommen, heißt das nicht, dass kein Bedarf besteht», sagte Anita Traband. Deshalb gingen sie und Jens Rösler auch zu den Jugendlichen hin, wo sie sich treffen. An der Bushaltestelle, bei McDonalds, an der Antoninusstraße. «Wir sprechen sie gezielt an und machen Beratungsangebote.» Aufsuchende Jugendarbeit nennt sich das.

Hilfe bei Krisen, Stress mit den Eltern, Schulden, Drogenproblemen, Problemen mit der Justiz – das Beratungsangebot ist niedrigschwellig. Dumm seien die Jugendlichen nicht, oft scheitere das Vorankommen an der Sprache und am Unwissen über das Angebot.

Auch Vermitteln und Begleiten gehört zu den Aufgaben der beiden. Sei es zu Gericht, zum Jobcenter oder zur Ausländerbehörde. 11 Stunden gehören der Beratungsarbeit, 18 Stunden dem offenen Angebot. Die Jugendlichen finden in den Räumen einen kostenlosen Internet-Zugang, es gibt Sportangebote, zum Beispiel Box-Training und speziell für Mädchen Selbstverteidigung, einen Fernsehraum, Dart und Brettspiele. Und es wird gekocht. Vor allem mit den Jungen. «Die lernen ja teilweise noch, dass die Frauen alles in der Küche zu machen haben. Hier müssen es die Jungs selber machen – und es macht ihnen Spaß», sagt Jens Rösler. Fördern und fördern, das Beste herausholen.

Etwa 20 bis 30 Jugendliche kommen regelmäßig, meist aus den umliegenden Stadtteilen des Nordwestzentrums. «Ob wir Erfolg haben, steht und fällt mit der Beziehung, die wir zu den Jugendlichen aufbauen können», sagt Anita Traband und Jens Rösler betont: «16-Jährige wollen nicht angesprochen werden. Die wollen ihre Ruhe haben.» Die beiden sehen sich als Trainer, als Manager, als Vermittler. «Wir können nicht alles leisten, was die Jugendlichen brauchen. Aber wir vermitteln sie an die richtigen Stellen.» Und da gebe es in Frankfurt eine gute Infrastruktur.

Doch eines kritisiert Jens Rösler, der seit elf Jahren mit Jugendlichen, seit neun Jahren in der Nordweststadt arbeitet: «Wir haben gute Gesetze. Aber wir haben zu wenig Personal an den Gerichten, es dauert zu lange, bis ein Jugendlicher verurteilt wird.» Wenn einer mit 14 auffällig werde, und es ein Jahr dauert, bis er vor Gericht steht, wisse er doch gar nicht mehr, was er verbrochen hat – außerdem gebe es bis dahin weitere Straftaten.

Auf die aktuellen Ereignisse von München und Bonames angesprochen, bestätigt Rösler, dass es brutaler zugehe. «Früher hat man aufgehört, wen einer auf dem Boden lag. Heute tritt man nach.» Hinzu käme, dass die Jugendlichen verdrängen, was sie getan haben, die Schuld für die Schlägerei ihrem Opfer zuschieben. «Die Jugendlichen müssten gleich eins auf den Deckel bekommen, wenn sie Mist gebaut haben», betonte Rösler nochmals. Zustimmendes Kopfnicken bei den meisten Ortsbeiratsmitgliedern. sim




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