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16.11.2009

Aus Angst auf Anzeige verzichtet

Senioren in der Nordweststadt fühlen sich von den herumlungernden Jugendlichen bedroht. Zu einer Diskussion über Sicherheit in der Nordweststadt hatte der Verein «Brücke 71» geladen. Eine Veranstaltung, die deutlich machte, dass es noch vieles zu verbessern gibt. Vor allem in der Kommunikation zwischen Alt und Jung.

Schlecht beleuchtete Wege. Jugendliche, die in Gruppen herumlungern. Raubüberfälle, die aus Angst vor möglichen Folgen nicht angezeigt werden. Senioren, die sich in der Dunkelheit nicht mehr aus dem Haus trauen. Ein Abenteuerspielplatz, der Ziel von Diebstählen, Vandalismus und Drohungen ist. Und dennoch: «In der Nordweststadt ist es auf keinen Fall schlimmer als anderswo. Das wäre übertrieben», sagte Günter Tauber vom Führungs- und Lagedienst der Stadtpolizei.

Auf Einladung des Vereins «Brücke 71» stellte sich Tauber gemeinsam mit Erich Merz, Erster Polizeioberkommissar und Leiter des 14. Polizeireviers, Kommissarin Manuela Schmidt von der Stadtpolizei und Sozialpädagogin Anita Traband vom Jugendbüro am Donnerstagabend den Fragen der Bürger. Gut 50 Männer und Frauen waren in die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde gekommen, das Gros schon im Rentenalter. Besorgt.

Einen Brennpunkt sieht auch Revierleiter Merz nicht. «Die Tatorte sind breit gestreut. Aber natürlich sieht das jeder, der betroffen ist, viel strenger.» Wenn die Polizei irgendwo verdichtet kontrolliere, wichen die Täter in einen Nachbarbezirk aus. Ein Problem. «Wir haben aber keinen Kriminalitätsschwerpunkt im Revier. Und ich werde ihn auch nicht herbeireden.» Im Oktober hätten sich Fahrraddiebstähle gehäuft. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit. «Wenn ich aber dann im Protokoll lesen muss, dass das Rad vor der Haustür stand und noch nicht einmal abgeschlossen war, darf sich der Besitzer nicht wundern.» Gewisse «Verhaltensregeln» müssten die Bürger nun einmal einhalten, sagte Merz und appellierte an die Selbstverantwortung. Auf die Schilderung einer Nachbarin von einem Überfall auf eine Bekannte reagierte Merz fassungslos. Die Frau hatte ihre gesamte Rente auf der Bank abgehoben und war auf dem Heimweg durch den Martin-Luther-King-Park, als drei Jugendliche ihr die Handtasche entrissen. Zur Anzeige kam es aber nicht, obwohl sie die Täter kennt. Sie hat Angst. Wohl kein Einzelfall. «Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die Jungs denken, sie kommen damit durch», sagte Merz. Sein Rat: Schnell zur Polizei gehen und den Überfall anzeigen. «Denn wenn man so was nicht anzeigt, muss man sich nicht wundern, dass es mehr wird.»

Mehr als 20 000 Euro beträgt der Sachschaden, den Jugendliche in den vergangenen zwei Monaten auf dem Abenteuerspielplatz angerichtet haben, berichtete Sozialpädagoge Rainer Gesell vom Abenteuerspielplatz Nordweststadt. Seiner Meinung nach gibt es durchaus einen Brennpunkt. Und zwar rund um den betreuten Teil des Areals. «Jugendliche lungern dort herum, es sind drei bis vier Gruppen. Es wird gedealt, Einbrüche und Sachbeschädigung», sagte Gesell. Die Kinder hätten Angst zu kommen, und auch Eltern würden ihren Nachwuchs nicht mehr auf den Abenteuerspielplatz lassen. «Die Jugendlichen müssen ja noch nicht mal etwas machen. Aber wenn sie da so geballt stehen, traut sich kein Kind vorbei», sagte Gesell. Jetzt sei zwar Winterpause. «Aber wie gehts im nächsten Jahr weiter?»

«Mehr als verstärkte Kontrollen kriegen wir nicht hin. Sie müssen alles zur Anzeige bringen.» Das war alles, was Revierleiter Merz dazu sagen konnte. 55 Mitarbeiter habe er für sein Revier, eine Sollzahl, die durch den Schichtdienst deutlich geringer ausfalle. Auch Stadtpolizist Tauber bot verstärkte Kontrollen an.

Eine Lanze für den Nachwuchs zu brechen versuchte Sozialpädagogin Trabant. «Unsere Jugendlichen wollen keine Angst einflößen, wenn sie herumstehen. Das ist nicht ihre Absicht.» Ein Zwischenruf. «Das tun sie aber.» Das Problem sei, dass es in der Nordweststadt keinen Platz für die vielen Jugendlichen gebe. In diese Diskussion schaltete sich denn auch ein Jugendlicher ein, der – freiwillig, wie die Sozialpädagogin betonte – mitgekommen war. «Die älteren Leute schauen weg oder schauen mich abgestoßen an. Mit uns kann man aber normal reden.» Sein Wunsch ist es, dass Alt und Jung im Dialog bleiben. Gerne auch bei ähnlichen Veranstaltungen im Jugendclub.

Kommissarin Schmidt bestätigte dieses: «Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es hinaus. So ist das auch mit Jugendlichen.» Toleranz sei enorm wichtig. «Denn wenn fünf bis zehn Rentner im Park sitzen, ist es genauso laut wie bei fünf bis zehn Jugendlichen.» sim



Von Simone Wagenhaus

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