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09.12.2010

Niederursel muss auf sein neues Herz warten

Die Prioritäten sind gesetzt, die Projekte, die mit Geld aus dem Topf «Schöneres Frankfurt» finanziert werden sollen, festgelegt. Die Gestaltung des Niederurseler Ortskerns ist jedoch nicht dabei, wie aus einem Bericht des Magistrats hervorgeht. «Aufgrund der hohen Anzahl der mit Priorität zu bearbeitenden Projekte sieht der Magistrat keine Möglichkeit, weitere Projekte in eine Prioritätenliste für die nächsten Jahre aufzunehmen», heißt es in dem Papier. Mal wieder. Denn bereits in den Jahren zuvor genossen andere Projekte, sei es die Umgestaltung der Hauptwache oder des Dalbergplatzes, eine höhere Priorität.

Niederursel gehört mit seinem reichen Bestand an Kulturdenkmälern zu den bedeutendsten dörflichen Ortskernen im Stadtgebiet. Doch einen echten Ortsmittelpunkt gibt es nicht. Deshalb hatte der Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) erstmals vor fünf Jahren vorgeschlagen, den Platz, an dem sich Dorfwiesenweg und Obermühlgasse treffen, herzurichten. In den 1960er Jahren existierten Pläne, fast gesamt Alt Niederursel in eine reine Fußgängerzone umzubauen. Das ist heute nicht mehr denkbar. Dennoch, und da sind sich Stadtteilparlament und Stadtverwaltung einig, können weitere Teile des dörflichen Kerns von Niederursel straßenbaulich verschönert und verkehrssicherer gestaltet werden. Zudem sollte zu Ehren Werner von Ursel, Hochmeister des Deutschen Ordens, das kleine platzartige Gelände Ecke Dorfwiesenweg/Obermühlgasse benannt werden, eine Gedenktafel oder eine kleine Statue mit Wasserspiel an diesen Sohn des mittelalterlichen Niederursel erinnern. Aus dem Ortsbeiratsbudget wollte das Stadtteilparlament im Jahr 2008 15 000 Euro für die Umgestaltung des Dorfkerns geben. Doch damals hieß es nur, dass die beantragte Maßnahme aus Mitteln des Programms Schöneres Frankfurt finanziert werde. Ein Umstand, der die Umgestaltung hinauszögert.

Doch auch wenn die Stadtverwaltung der kompletten Umgestaltung eine Absage erteilte, macht sie einen Schritt auf den Stadtteil zu. Der Magistrat bietet an, gemeinsam mit Vertretern des Ortsbeirats bei einer Begehung zu erörtern, ob mit geringem Planungs- und Investitionsaufwand punktuelle Verbesserungen der öffentlichen Räume innerhalb des Dorfkerns Niederursel machbar sind. Ein Vorschlag, über den sich der damalige Antragsteller Joachim Rotberg (CDU) freut. «So ein Angebot nehmen wir gerne an. Schließlich kommt man auch mit kleinen Schritten ins Ziel», sagte Rotberg. sim




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