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14.12.2010

Die Römerfraktion auf einem Rundgang durch Nordweststadt & Niederursel

Die CDU auf Tuchfühlung: Bei einem Ausflug aus dem warmen Römer in die kalte Nordweststadt und nach Niederursel staunten die Politprofis nicht schlecht – sie entdeckten eine Scheune, deren Energiebilanz besser als die eines Neubaus ist und ein Hochhaus, das geschrumpft ist. . .

Am Ende kam das Überraschenste: die CDU-Fraktion stand vor einem kleinen Juwel. Die denkmalgerecht sanierte Scheune in Alt-Niederursel hatte es den Politikern angetan. Umgebaut wurde die Scheune vom Stadtteilarchitekten Ulrich Fehrenbach. Zum Einsatz kamen traditionelle Materialien, und die Energiewerte seien sogar besser als in manchem Neubau. «Wir haben sie ja bei einem früheren Rundgang mal im Ausgangszustand gesehen. Der Besitzerin kann man wirklich nur zu ihrem Mut gratulieren», befand Fraktionschef Helmut Heuser.

Unter dem Motto «Aus Alt mach Neu» stand aber auch der Startpunkt für den Streifzug durch die Nachbarschaft. Rot-weißes Flatterband umspannt die neu gesäten Rasenflächen, die letzten Wege müssen noch hergerichtet werden. Doch bis auf Kleinigkeiten sind die Arbeiten am Haus mit der Nummer 52 in der Heilmannstraße abgeschlossen. Den Christdemokraten aus dem Römer präsentierte sich das ehemalige Problemhaus in neuem Glanz. Es soll als Vorbild für ähnliche Umbaumaßnahmen dienen. «In den vergangenen Jahren hat sich in Frankfurt viel verändert. Das wollen wir herausfiltern», sagte CDU-Fraktionschef Helmut Heuser. Der Treffpunkt im frisch sanierten und um vier Stockwerke verkleinerten Hochhaus der Wohnheim GmbH war unter diesen Vorzeichen gut gewählt.

Ausgewogenere Mischung

«Wir wollten hier nicht nur ein bisschen frische Farbe verstreichen, sondern wirklich gezielt etwas am Gemenge ändern», erklärte Jürgen Bosinger, Geschäftsführer der Wohnheim GmbH. In der Vergangenheit hatte das Haus immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Die Beschwerden der Nachbarn reichten von nächtlicher Lärmbelästigung bis hin zu wilden Sperrmüllbergen. Unrühmlicher Höhepunkt des Wohnturms war ein Brand im Jahr 2006. Brandschutzauflagen waren es dann auch, die die Wohnheim zum Handeln zwangen. Eine Sanierung kam aus Kostengründen nicht in Frage, blieb nur, das Haus zurückzubauen. Vier Stockwerke mussten weichen, die stehen jetzt nebenan und tragen die Hausnummer 52 a.

Größere Wohnungen und ein anderes Ambiente sollen nun für eine ausgewogenere Mischung der Mieter als bisher sorgen. «Rund ein Drittel ist schon wieder vermietet», freute sich Bosinger. Von den während der Arbeiten ausquartierten Mietern wollte keiner wieder zurückkommen. Helmut Heuser lobte das Umbauprojekt. «Das ist ein sehr beeindruckendes Beispiel, wie solche Häuser saniert werden können und kann sicherlich als Vorbild für ähnliche Fälle dienen», sagte der Fraktionschef, ehe es zum zweiten Knackpunkt auf der Route des Streifzugs durch die Nachbarschaft ging.

Der befand sich nur wenige Meter entfernt. Vor den Toren der Europäischen Schule widmeten sich Heuser und Kollegen der Ortsumfahrung Praunheims sowie der Regionaltangente West. Für Heuser steht fest: «Der Ortskern muss entlastet werden, der erstickt im Verkehr.» Die Regionaltangente sei eines der wichtigsten Verkehrsprojekte im Rhein-Main-Gebiet. Beiden Bauvorhaben steht jedoch die Europäische Schule im Weg. Das könne man beklagen, aber nur schwerlich ändern. Ein Abriss des Gebäudes, nach einem möglichen Umzug der Schule, fiele Heuser schwer. «Wenn man so davor steht, fällt es schon schwer, da von Abriss zu sprechen. Das ist ja auch alles noch recht neu», befand der Fraktionsvorsitzende. Die einzige mögliche Alternative stellt nach Heuser die Untertunnelung der Schule dar: «Ohne Tunnel wird es hier keine vernünftige Lösung geben.»

Integration voranbringen

Die Politiker und auch eine ganze Reihe interessierte Nachbarn der Weg weiter über die Erich-Kästner-Schule bis ins Kleine Zentrum und damit auch aus den verkehrspolitischen Debatten mitten hinein in die Sozial- und Schulpolitik. An der Grundschule werde «wichtige Arbeit im Sinne der Integration geleistet», so Heuser. Von Schulleiter Benedikt Gehrling ließen sich die Politiker aus seinem Schulalltag erzählen. Über vorbereitende Sprachschulungen in Vorlaufkursen und Vorklassen versuchen die Pädagogen der Schule, die künftigen Grundschüler schon möglichst früh fit zu machen. Und das funktioniere immer besser. «Gerade die Vorlaufkurse werden zunehmend akzeptiert und angenommen», erzählte der Schulleiter. Die Politiker freute es: «Hier wird Integration wirklich gelebt.»

Das könnte man dann auch über das Kleine Zentrum sagen. Die Liste der Jugendclubs, Gemeinden, Initiativen und Vereine, die sich inzwischen dort angesiedelt haben, ist lang. Die der Gewerbetreibenden dafür umso kürzer. Vom Engagement der vielen dort beschäftigten Helfer war Heuser dennoch erst einmal begeistert. Als Beispiele dienten der Jugendclub sowie das Kinder- und Familienzentrum Al-Karama. «Das hier ist gut angelegtes Geld der Stadt. Durch die tolle Arbeit entsteht ein Mehrwert», lobte Heuser. Und auch vom Kinder- und Familienzentrum nahm Heuser ein positives Bild mit: «Das entspricht dem, was wir unter Integration verstehen.»

Spielhalle verhindern

Weitere Zwischenstopps des Rundgangs waren das Wohnhaus der Seniorengruppe «Sen-Se», die im Alter selbstständig gemeinschaftlich unter einem Dach lebt sowie die heiß debattierte Spielhalle am einstigen Tankstellendreieck. Heuser bekräftigte das Nein der CDU zur Spielhalle. «Wir sind entschlossen alles zu tun, damit diese Spielhalle nicht eröffnet werden kann», sagte Heuser.



Von Robin Göckes

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