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27.03.2011

Niederurseler packen‘s an

Bei Frühjahrsputzen kamen acht Kubikmeter Müll zusammen.
Beim Frühjahrsputz im Stadtteil dabei zu sein, ist für die Niederurseler Ehrensache. Am Samstag rückten sie mit Pickerzangen und Mülltüten vor allem dem Bauschutt zuleibe.

Werner Schütz hat an diesem Vormittag seinen silberfarbenen Golf zur Ausgabestelle umfunktioniert. Zum «Stützpunkt», wie er sagt. Der Kofferraum steht offen. Darin: 35 Pickerzangen, etliche graue Müllsäcke, Dutzende gelbe Handschuhe, alle mit Logo vom Sponsor FES. Am vorderen Fenster, Fahrerseite, klebt ein Zettel: Wiesenau, Urselbach, Krautgartenweg – «dort wird das Putzen nötig sein», sagt Schütz. Bei ihm kommen alle Anwohner vorbei, die den Samstag nutzen wollen, um für die große Reinemach-Aktion im Stadtteil die Ärmel hochzukrempeln. Schütz teilt das Werkzeug aus, schenkt jedem ein strahlendes Lächeln, einen Händedruck. Nach ein paar Minuten sind alle Werkzeuge weg. Der Frühjahrsputz beginnt.

Engagement wichtig

Schütz freut sich über den Einsatz der Niederurseler. Jedes Jahr aufs Neue. Wann er die Aktion ins Leben gerufen hat, weiß der 72-Jährige nicht mehr; «wir machen das hier bestimmt zum siebten oder achten Mal.» Das ist dem Mann mit dem langen Ledermantel und der braunen Sportkappe auf dem weißen Haar nicht besonders wichtig. Sondern die Bereitschaft, sich für seinen Heimatort ins Zeug zu legen.

Schütz schließt die Heckklappe, steckt den Schlüssel in die Manteltasche, und läuft los. Den Krautgartenweg entlang, Richtung Oberursel. Mal sehen, wo eine helfende Hand gebraucht wird. Er winkt zwei Frauen zu, die Flaschen und Pappreste von den Gleisbetten klauben. Hilft einem Mann, ein Stück Wellblech, das jemand achtlos in die Büsche geworfen hat, an den Straßenrand zu bugsieren. Mehrere Haufen türmen sich dort, es sieht aus wie an Tagen der Sperrmüllabfuhr: Ein Katzenkorb, eine Matratze, Lattenroste.

Ein paar Schritte weiter mühen sich ein paar Jungs an der Böschung zum Urselbach ab. Sie tragen die Uniformen der freiwilligen Feuerwehr. «Unsere Jugendfeuerwehr ist beim Frühjahrsputz immer vorn mit dabei», erzählt Schütz stolz. Wehrführer Torsten Greiff, ein kräftiger blonder Mann mit Brille, zerrt mit dem Nachwuchs eine Pumpe aus dem Bach, wie sie Gärtner zum Versprühen von Pestiziden verwenden. Nachher wird er mit Traktor und Anhänger durch Niederursel fahren, den Müll aufladen und ihn zur Sammelstelle bringen, wo die FES ihn abholt. Schütz läuft weiter. Er macht große Schritte, sein Ledermantel weht ihm um die Beine. Er hebt den rechten Arm und weist auf die andere Seite des Gleisbettes. Dort türmt sich ungewöhnlicher Unrat: Baustellenschilder, Planken, Bauschutt. «Das ist alles vom Ausbau an der U-Bahn-Linie übriggeblieben», schimpft er.

Mehrere Aktionen

Bis zum Nachmittag dauert der Einsatz. Gute acht Kubikmeter Müll haben die Niederurseler fortgeschafft, zieht Schütz Bilanz. Er freut sich; auch darüber, dass in den anderen Stadtteilen ähnliche Projekte erfolgreich laufen. Im Sinaipark zum Beispiel sind am Samstag ebenfalls Anwohner mit Tüten und Zangen ausgerückt. Schütz nimmt sich die Kappe vom Kopf, verstaut das Werkzeug wieder im Golf. Er ist zufrieden. jro




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