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10.08.2011

Tradition und Turnschuhe

Nadja Veicht ist die neue Müllerin von Ursella – eine der bisher jüngsten. Ende August laden der Bürgerverein Niederursel-Nordweststadt und die Freiwillige Feuer wieder zur Kerb ein. Mit dabei: Nadja Veicht, die 18. Müllerin von Ursella.

Welche Schuhe trägt man zum Dirndl? Riemchensandalen vielleicht. Bei Regen dürfen es auch schicke Pumps sein. Aber Chucks, die Kult-Turnschuhe aus Amerika? Nadja Veicht findet: Das passt bestens. Sie lacht, zeigt weiße Zähne, das Piercing in ihrem Nasenflügel blitzt auf. Bei der blonden 19-Jährigen trifft Traditionsbewusstsein auf frechen Charme. Eine gute Voraussetzung für das Amt, das sie am letzten Augustwochenende bekleiden wird. Nadja ist die 18. Müllerin von Ursella – das Maskottchen der Niederurseler Kerb, zu der Bürgerverein und Stadtteilfeuerwehr einladen.

"Ich wurde in der Schweiz geboren, wohne aber schon in Niederursel, seit ich drei Jahre alt bin", erzählt Nadja, zupft an ihrem türkis-braunen Dirndl und lacht auf. "Eigentlich bin ich außer für Urlaubsreisen noch nie groß aus Frankfurt herausgekommen. Aber es gefällt mir hier – es ist eine wunderbar familiäre Atmosphäre im Stadtteil."

Die Verbundenheit zu Niederursel war es auch, die Wolfgang Jung, den Vorsitzenden des Bürgervereins Niederursel-Nordweststadt auf die junge Frau aufmerksam machte. Schon Nadjas Mutter war "Müllerin" für ein Wochenende. "Also ging ich auf die Tochter zu und sagte ihr, dass meine Wahl auf sie gefallen ist." Jung zwinkert. "Sie war gleich begeistert – und ich erleichtert. Es ist nicht leicht, heutzutage jemanden für solche Bräuche zu begeistern."

Bei Nadja musste Jung keine Überzeugungsarbeit leisten. "Ich habe gleich zugesagt", erinnert sie sich. "Traditionen sind mir wichtig. Ich bin gern mit meiner Familie zusammen, feiere Feste. Da ist es doch Ehrensache, dass ich mich auch für meinen Stadtteil engagiere."

Und wie es sich für eine richtige Müllerin gehört, weiß Nadja über den historischen Hintergrund ihres Amtes Bescheid. Das Repräsentantin wurde vor 18 Jahren vom Bürgerverein erfunden, um an die Geschichte des Stadtteils zu erinnern. Die Müllerin ist eine Symbolfigur, weil der Urselbach, der im Taunus entspringt und in Heddernheim in die Nidda mündet, früher viele Mühlen zum Klappern brachte. Die meisten gibt es heute nicht mehr. Aber an einer der bekanntesten ist Nadja groß geworden: An der Obermühle, dem Bauernhof im alten Ortskern. "Die erste Müllerin wurde sogar im Urselbach getauft", weiß Jung und blickt zum Himmel, an dem sich schon wieder graue Wolken türmen. "Das ersparen wir Nadja aber. Hoffentlich übernimmt nicht der Regen stattdessen diese Aufgabe."

Und was hat eine Müllerin von Ursella zu tun? "Lächeln und Rosen verteilen", sagt Nadja und fügt schnell hinzu: "Und natürlich sich nett mit den Leuten unterhalten, für gute Stimmung auf der Kerb sorgen. Das mache ich gern. Mich kennen ja die meisten." Außerdem darf sie bis zur nächsten Kerb und der Übergabe des Amtes an ihre Nachfolgerin Niederursel repräsentieren. Beim Fest der Vereine im Römer zum Beispiel.

Eine willkommene Abwechslung für die junge Frau, die gerade ihre Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation in Hausen angefangen hat. Auch in ihrem Bekanntenkreis gibt es seit der Wahl kaum noch ein anderes Gesprächsthema: "Meine Freunde finden das ziemlich cool", erzählt sie. "Sie haben mir schon versprochen, beim Kerbeumzug dabei zu sein und von mir eine Rose entgegenzunehmen."

Das wird sie, ganz klassisch, vom Umzugswagen aus machen – und nicht wie eine ihrer Vorgängerinnen, die hoch zu Ross durch die Gassen ritt. Obwohl sie es könnte: Nadja ist begeisterte Pferdenärrin, war lange im Niederuseler Reitverein aktiv. Aber bei der Kerb bleibt sie auf dem Boden. Ganz traditionell eben. jro




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