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21.09.2011

Ein voller Bembel für Leberecht

Einmal im Jahr tischt Thomas Metzmacher seinen Stammgästen auf, was nicht auf der Speisekarte steht – und sie müssen nicht einmal dafür bezahlen. Stattdessen bittet der Wirt des Lahmen Esels um Spenden für einen guten Zweck: dieses Mal wieder für die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung.

Es ist Montag, eigentlich Ruhetag im Lahmen Esel. Doch heute Abend herrscht Hochbetrieb in der Gastwirtschaft. Um die 500 Gäste sind gekommen, um sich mit Speis‘, Trank und Musik rundum verwöhnen zu lassen, ohne die Rechnung zu bezahlen. Denn die Zeche übernimmt Gastronom Thomas Metzmacher selbst. Als Dankeschön für die Stammgäste, die dem Wirt seit knapp 20 Jahren die Treue halten. Die Geldbörse zücken die Geladenen zum Schluss aber dennoch. Dann, wenn sie an einem der beiden Spenden-Bembel vorbeigehen. In diesem Jahr waren die Gäste besonders großzügig: 4420 Euro kamen am Abend zusammen – so viel wie noch nie. Das Tolle: Die Summe geht an die Leberecht-Stiftung dieser Zeitung. Wir sagen an dieser Stelle: DANKESCHÖN!

Es ist kurz vor 17 Uhr, als sich die Türen öffnen, da stehen schon die ersten Stammgäste vor der Tür. "Und bis 18 Uhr ist die Tür auch nicht mehr ins Schloss gefallen", sagt Thomas Metzmacher, der an diesem Abend auch einige Glückwünsche entgegen nehmen kann. Schließlich hatte er am Tag zuvor Geburtstag. Seinen 44sten. Ein kurzer Schwatz hier, eine nette Plauderei da. Viel Zeit hat er nicht; der Lahmer-Esel-Wirt ist ständig in Bewegung. Genauso wie seine Mitarbeiter. Alle 28 sind heute da, Urlaub oder freie Tage sind nicht drin. "Sonst schaffen wir den Ansturm auch nicht", sagt der gebürtige Sauerländer, der 1990 nach Niederursel kam. Zum Vergleich: In einer "normalen" Schicht arbeiten zwölf Leute. 1400 Scheiben Brot mit Schinken oder Schmalz, rund 500 Teller Erbsen- und Linsensuppe, mehr als 500 Stück Zwiebelkuchen verlassen an diesem besonderen Abend die Küche.

Es ist auch das Geburtstagsessen zum 18. Jahrestag der Übernahme des Lokals. Eine Feier, die sich mittlerweile eingebürgert hat, ebenso der Bembel für Spenden anstelle von Geschenken, die man doch nicht mehr braucht. Um den guten Zweck zu unterstützen, vermietet der Landwirtschaftliche Verein als Hauseigentümer sogar den Saal, der sonst nur Vereinsmitgliedern vorbehalten ist. Dass Metzmacher für die Leberecht-Stiftung sammelt, hat drei Gründe: "Ich suche mir immer eine Organisation aus Frankfurt aus, die sich um Kinder kümmert und keinen Wasserkopf an Verwaltung hat. Und da ist die Leberecht-Stiftung ganz vorne dabei."

Schon im Jahr 2000, bei der ersten Veranstaltung dieser Art, sammelte der Wirt für unsere Stiftung, die sich für kranke und behinderte Kinder einsetzt. Seitdem folgten unter anderem der Verein Tuberöse Sklerose, die Lebenshilfe, die Johann-Peter-Schäfer-Schule, die blinde und sehbehinderte Kinder betreut, im Jahrhundertflutjahr aber auch für den Wiederaufbau eines überschwemmten Kindergartens in Dresden. So viel wie an diesem Montagabend ist jedoch noch nie zusammengekommen. "Normalerweise waren es so 3200, 3300 Euro. Dass die Gäste noch mal einen satten Tausender draufgelegt haben, finde ich toll", betont Thomas Metzmacher. Dazu tragen auch die "Happy Singers" aus Praunheim bei, die mit ihrem schmissigen Repertoire für noch mehr gute Laune sorgten und die Gäste zum spenden animieren.

Es ist kurz nach Mitternacht, als die letzten Gäste die Wirtschaft verlassen. Für Thomas Metzmacher und seine Mitarbeiter ist noch lange nicht Schluss. Sie machen sich ans Aufräumen, bis 2 Uhr morgens arbeiten sie, bevor sich ein langer, aber schöner Tag auch für sie dem Ende entgegen neigt. Viel Zeit zum Ausruhen haben sie allerdings nicht. Die ersten Gäste werden schon für 11.30 Uhr erwartet, dann beginnt das Tagesgeschäft.

"Zum Lahmen Esel", Krautgartenweg 1, ist telefonisch unter (069) 57 39 74 zu erreichen. Geöffnet ist täglich von 11.30 bis 14 Uhr und von 17 bis 24 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 23 Uhr. Montag ist Ruhetag. (sim)



Von Simone Wagenhaus

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