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26.01.2012

Breite Gespanne, schmale Brücke

Bahnübergang ist ein Problem für Landwirte: Die Andreaskreuze stehen zu eng beieinander. Das Katharinenbrückchen am Niederurseler Bahnübergang ist ein Nadelöhr: Die beiden neuen Andreaskreuze stehen dort so eng beieinander, dass die Landwirte mit ihren Ladewagen kaum durchkommen. Im Ortsbeirat wird heute über eine Lösung diskutiert.

Wenn die roten Warnlampen am Bahnübergang erloschen sind, der Zug vorbeigerauscht ist, tickt die Uhr für Wolfgang Stark. Der 60-Jährige sitzt im Führerhäuschen seines Traktors, an den ein Ladewagen angekoppelt ist. Zehn Meter lang ist das landwirtschaftliche Gespann. Zehn Meter, die er über die Schienen des Übergangs am Ende des Krautgartenwegs und das schmale Katharinenbrückchen bugsieren muss. Nur wenige Minuten bleiben ihm dafür, dann kommt schon der nächste U-Bahn-Zug. "Übungssache", brummt Stark.

Eigentlich sind die Landwirte froh über die Sicherheitsmaßnahmen am Bahnübergang, denn Jahrzehnte lang warnte hier nichts vor herannahenden Zügen. Vor einem Jahr wurden dann sogenannte Andreaskreuze aufgestellt und Lichtanlagen montiert – auch, weil durch die Erweiterung des Streckennetzes nun alle paar Minuten ein Zug der Linie U 3, U 8 oder U 9 vorbeirauscht.

Heuernte

Das Problem sind die beiden Andreaskreuze, die am Anfang des Katharinenbrückchens stehen. Oft müssen die Landwirte die steinerne Überführung passieren, besonders häufig zur Heuernte im Juni und zur Grummeternte im August. Da fallen jeweils mindestens zehn Wagenladungen Tierfutter an. Jedes Mal laufen die Bauern Gefahr, mit dem breiten Gespann an den eng beieinander stehenden Kreuzen hängen zu bleiben.

Gefährliches Manöver

Wolfgang Stark beherrscht das Manöver. Seit Jahrzehnten betreibt er mit seiner Familie einen Hof in der Obermühle, ist bei Wind und Wetter mit dem olivgrünen Traktor unterwegs. Dennoch: Ungefährlich ist die Fahrt nicht. Wenn Stark aus Richtung Niederurseler Ortskern kommt und über die Brücke zu seinen Wiesen rund um die Untermühle will, um sie zu mähen, muss er erst über die Schienen fahren und auf der anderen Seite mit seinem Gespann wenden. Dann hält er mitten auf den Gleisen und biegt fast im rechten Winkel nach links ab. Dabei ist Maßarbeit erforderlich. Denn zwischen den Kreuzen und dem Heuwagen ist kaum eine Handbreit Platz.

"Einerseits sind wir froh über die neuen Andreaskreuze und die Lichtanlage. Seit die Bahnen zum Riedberg über Niederursel fahren, kommen hier viel öfter Züge vorbei. Ohne Warnung könnten wir gar nicht mehr über die Brücke gelangen", sagt Stark. "Aber wenn die Kreuze weiter auseinander stehen würden, hätten wir es mit dem Rangieren einfacher." Eine richtig brenzlige Situation hat Stark zwar noch nicht erlebt. Oft genug aber blinkten die roten Lichter schon wieder, wenn sich erst die Hälfte des Gespanns durch die enge Brückeneinfahrt gezwängt hat.

Das Problem hat auch Joachim Rotberg, Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt), erkannt. In seinem Antrag, über den heute abgestimmt wird, regt er eine Ortsbegehung mit Vertretern der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) an: "Der Abstand zwischen den Kreuzen beträgt nur 3,95 Meter – ein Heuwagen ist 2,85 Meter breit. Viel Spielraum bleibt da nicht. Deswegen wünschen wir uns, das Kreuz auf der Ostseite des Brückchens ein Stück zu versetzen, um mehr Platz zu schaffen."

Dana Vietta, Sprecherin der VGF, sieht darin keinen großen Aufwand: "Wir sind froh über den Hinweis und werden dem nachgehen. Eine kurze Begehung ist üblich, danach sollte es schnell gehen, das Kreuz an einer günstigeren Stelle aufzustellen. Schließlich wollen wir Gefahren dieser Art vermeiden."

Eine Antwort, über die sich die Landwirte und Joachim Rotberg freuen dürften. "Die Investition lohnt sich", ist sich der CDU-Abgeordnete sicher. "Die Landwirtschaft ist wie eine Marke für die Niederursel. Wir sollten alles tun, um sie zu erhalten."

Der Ortsbeirat 8 trifft sich heute um 20 Uhr im Bürgerhaus Nordweststadt, Walter-Möller-Platz/Niddaforum 2.



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 26. Januar 2012. Von Julia Rösch

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