20.03.2018
61-Jähriger überfallen - Zeugen gesucht!
Am Sonntagabend überfielen zwei Männer einen...
mehr
27.02.2018
Fragen über die Keime im Urselbach verstärken sich
Der Fall der tödlich verlaufenen Infektion...
mehr
23.02.2018
Mehr Sicherheit für den Frankfurter Norden
Im Stadteil Niederursel wurde das neue 14....
mehr
21.02.2018
Baumfällarbeiten in der Nordweststadt
In der Grünverbindung zwischen der Bernadottestraße...
mehr
19.02.2018
Bäume gegen neuen Stadtteil
Die Bürgerinitiative „Brücke 71“ legt aus...
mehr
18.02.2018
Fünf neue Mehrfamilienhäuser
In die denkmalgeschützten Gebäude an der...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Erfreulicher
LESERBRIEF AUS FNP von

Prof. Hans Mausbach Nordweststadt
mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

 









02.01.2014

Sie legen jeden auf die Matte

Erfolgreiche Judoka sind auf der Suche nach Nachwuchs. Dass das neue Jahr so beginnt, wie das vergangene geendet hat, wäre ganz im Sinne der Judoka der TSG Nordwest. Nach den erfolgreichen Hessenmeisterschaften wurde zudem noch Trainer Sven Wagner für seine Arbeit geehrt.

Ein Riesenkämpfer war er nie, sagt Sven Wagner über sich selbst. Das spiele bei seiner Arbeit als Jugendtrainer im Verein allerdings ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. „Man muss kein großer Kämpfer sein, um den Kindern den Spaß am Judosport zu vermitteln. Man muss wissen, was man auf der Matte darf und was nicht – das zählt“, sagt der 28-Jährige, der die Nachwuchsjudoka der U 10 und U 12 bei der TSG Nordwest trainiert. Die Erfolge seiner Schüler geben ihm Recht. Jeweils einen ersten, zweiten und dritten Platz feierte die TSG bei den diesjährigen Hessenmeisterschaften. Damit aber nicht genug – im November wurde Sven Wagner für seine Erfolge als Trainer mit der Ehrennadel des Hessischen Judoverbandes ausgezeichnet.

Der Erfolgstrainer ist eigentlich ein Spätzünder – zumindest was das Judo betrifft. Erst vor dreizehn Jahren machte er seine ersten Schritte auf der Matte, lernte den Gegner zu werfen und bei Angriffen richtig zu fallen. Zuvor spielte er sieben Jahre Fußball, versuchte es nach einem Kreuzbandriss mit Tennis, Tischtennis, Karate und Taekwondo. Im Ju-Jutsu machte er schließlich den schwarzen Gürtel und landete so über mehrere Zwischenstationen beim Judo. Jetzt kämpft er für die TSG Nordwest in der Bezirksliga – in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm.

Aus Spiel wird Ernst

Noch mehr Spaß als selber in den Kampf zu gehen, macht Sven Wagner allerdings die Arbeit mit dem Nachwuchs. Spielerisch bringt der Familienvater, erst vor wenigen Monaten kam seine Tochter Charlotte auf die Welt, den jungen Sportlern bei, wie der Gegner auf die Matte gelegt wird. „Am Anfang ist alles noch spielerisch. Es beginnt mit dem Raufen, erst nach und nach wird an der Technik gefeilt.“ Anfängliche Angst vor Körperkontakt legen die Knirpse bei dem Sport bald ab, schnell wird gelernt auf sein Gegenüber zu schauen. „In keinem anderen Sport muss man so auf seinen Partner achten, wie beim Judo“, sagt Sven Wagner.

Denn die Judotechniken werden mit einem festen Partner trainiert. Gemeinsam lernt man Wurf-, Fall-, Boden- und Schlagtechniken. Für die saubere Ausführung gibt es im Wettkampf und bei den Gürtelprüfungen Punkte. Die Farbe des Gürtels zeigt den Ausbildungsstand des Judoka. Neulinge tragen Weiße, die Schülergrade (Kyu) gehen bis zum braunen Gürtel, die Meistergrade (Dan) beginnen beim schwarzen Gürtel. Es sind beim Judo – gerade im Nachwuchsbereich – allerdings nicht die Wettkämpfe, die im Mittelpunkt stehen. „Es ist unglaublich, welche Kameradschaft unter den Kindern herrscht“, sagt Sven Wagner. Auf der Matte seien die Nachwuchssportler vielleicht noch Gegner, nach dem Wettkampf aber wieder Kumpel. Bestes Beispiel sei Lena Djeriou, aktuelle U 10-Hessenmeisterin. „Sie hat Weihnachtsgrüße an ihre Konkurrentinnen geschrieben. So schön ist das Verhältnis unter den Kindern“, erzählt der Trainer.

Talente fördern

Das Schlimmste für Sven Wagner ist, wenn er ein Talent sieht, dies aber nicht fördern kann. Einmal habe ein sehr begabter Junge bei ihm trainiert, erinnert er sich. Als die Trainingsintensität jedoch erhöht werden sollte, entschied sich der Vater, den Jungen doch aus dem Verein zu nehmen. „Mit dem Argument, der Junge solle lieber Fußball spielen. Dort würde man mehr Geld verdienen.“ Wagner findet es schade, dass Judo immer noch eine Randsportart ist. Ohnehin mangele es immer mehr an Nachwuchs, bei der U 16 gebe es gerade einmal einen Judoka. „Durch die Schule und andere Freizeitaktivitäten bleibt den Kindern leider immer weniger Zeit für den Sport“, bedauert Sven Wagner die Entwicklung. Umso mehr freut er sich über jedes Kind, das den Weg zur TSG Nordwest oder zum TSV Berkersheim – dort unterrichtet er freitags die Kindergruppe – findet. „Judo macht Spaß, Judo macht selbstbewusst und Judo macht fit“, macht der Trainer noch ein wenig Werbung für den japanischen Kampfsport.

Weitere Informationen über die Judo-Abteilung der TSG Nordwest sowie über die Trainingszeiten gibt es im Internet auf der Vereinsseite www.tsg98.de oder im TSG-Büro, Telefon (0 69) 58 10 23.



(Judith Dietermann)
Artikel Frankfurter Neue Presse vom 02.01.2014

zurück








Unsere Werbepartner:

Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES







 
 
 

© 2013 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum