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01.09.2014

Die Müllerin hält Hof

Knapp 2000 Besucher kamen zur Niederurseler Kerb, zu der die Müllerin von Ursella Anika 500 Rosen unter das Volk brachte. Erstmals dabei war eine Delegation der Sachsenhäuser Brunnen- und Kerbegesellschaft- und sie war beeindruckt von der Gemütlichkeit und der Identifikation der Niederurseler mit der gefühlten kleinsten Kerb von Frankfurt.

Gerade mal einen knappen Kilometer lang ist der Weg durch den alten Ortskern zwischen der Gaststätte „Zum lahmen Esel“ und der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel – noch einmal musste er aus verkehrstechnischen Gründen verkürzt werden. Doch das hält die Müllerin von Ursella Anika I. und ihren Schirmherrn Fritz Hofmann, Urgestein der Heddernheimer Kleintierzüchter, nicht davon ab, bis zu 500 Rosen unters Volk zu bringen, manche davon auch gebündelt bis in die oberen Stockwerke der Häuser zu reichen. „Manche Zuschauer laufen der Blume unseres Stadtteilwappens sogar hinterher“, freut sich Anika.

Begleitet wird die Müllerin unter anderem von der Freiwilligen Feuerwehr Niederursel, dem Ersten Frankfurter Gardecorps, der Drumband und dem Musikkorps Wölfersheim und erstmals auch von einer Delegation der Sachsenhäuser Brunnen- und Kerbegesellschaft. „Das ergab sich, weil ich neulich beim königlichen Brunnenzauber des Brunnenfestes mit dabei war“, erklärt Anika Klingler. Einmal auf dem Kerbeplatz angekommen, geht alles einigermaßen zügig und reibungslos über die Bühne: In 20 Minuten stellen die Kerbeburschen der Freiwilligen Feuerwehr den 15 Meter hohen Kerbebaum auf. Alleine die frisch herausgeputzte Kerbelies lässt sich mehrmals bitten, muss immer wieder hochgezogen werden, bevor sie ihren Wachposten über dem Kerbeplatz einnimmt.

Sicher vor Diebstahl

„Dafür haben wir sie mit dem Seil doppelt gesichert, damit nicht wieder wie vor Jahren die Heddernheimer Kerbeburschen kommen und sie klauen“, betont der Wehrführer Stefan Schmidt. Schon am Montag vor der Niederurseler Kerb lassen die Feuerwehrleute ihren Baum von einem Förster in der Hohemark schlagen, wo die Stadt Frankfurt ein Stück Wald unterhält. Als dann Anika I. mit nur zwei Schlägen das Fass zur Eröffnung ansticht, kommt auch der Präsident der Brunnen- und Kerbegesellschaft Dieter Breidt ins Staunen.

Starker Rückhalt

„Die Kerb ist gut besucht, und doch läuft dabei alles gemütlicher und beschaulicher ab als im weitläufigen und multikulturellen Sachsenhausen“, stellt Breit fest. „Das ist ein ganz anderes Wir-Gefühl“, stimmt Vizepräsident Erhard Römer zu. Besonders die Schausteller, die an acht Ständen zwischen dem Weißkirchener Weg und der Kirchgartenstraße den Kerbeplatz bevölkern, wecken Erinnerungen an den Wunsch der Sachsenhäuser, für das Brunnenfest wieder Karussells und Verkaufsstände am südlichen Mainufer anzusiedeln. „Wir sind die kleinste Kerb von Frankfurt, aber haben dafür starken Rückhalt bei den Niederurselern“, betont der stellvertretende Wehrführer und zweite Vereinsvorstand Sascha Klein.

In ihrer heutigen Form besteht die Niederurseler Kerb seit rund 100 Jahren. Vor 21 Jahren kam die Müllerin von Ursella hinzu, inspiriert durch die bis zu 40 Mühlen, die es früher am Urselbach gab. „Die erste Müllerin Christine Greif wurde sogar noch im Bach getauft, doch das kann man den Damen heute nicht mehr zumuten“, lacht Wolfgang Jung, Vorsitzender des Bürgervereins Niederursel-Nordweststadt. „Früher am Dorfwiesenweg gab es noch mehr Attraktionen, für uns Kinder besonders die Schiffschaukel“, erinnert sich die Seniorin Gisela Scherer im Kreis ihrer Freundinnen. So habe auch die frühere Metzgerei Gebhard die Kerb mit einem eigenen Grillfest unterstützt, dafür bietet jetzt der Bürgerverein einen Weinstand mit Flammkuchen am Kirchplatz.

„Früher hatten wir die Kerbeliesverbrennung und auch den Gickelschmiss, als die Geflügelzüchter noch stärker vertreten waren“, erklärt Klein. Doch nun werde die Kerb der Zeit angepasst. „So haben wir erstmals am Sonntag das Traktorpulling, bei dem zwei Kontrahenten ihren Traktor um die Wette übern den Platz ziehen und für ordentlich Stimmung sorgen“, sagt Klein. Und am Samstagabend füllt die „Old Beer Devilz“-Band das Festzelt mit begeisterten Besuchern, die sogar bis aus dem Rodgau kommen und das Stadtteilfest in der Region bekanntmachen.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 01.09.2014
. Von Gernot Gottwals

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