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27.03.2015

Unser Schulweg ist gefährlich

Der Schulweg zur Erich-Kästner-Schule ist ein riskanter Slalomlauf – vorbei an den Ein- und Ausfahrten der Europäischen Schule. Der Vorschlag, die Schüler über das Gelände der Privatschule laufen zu lassen, hat die Stadt abgeschmettert. Eltern und Schulen wollen nicht kampflos aufgeben.

Es ist 7.50 Uhr, noch zehn Minuten haben die Grundschüler der Erich-Kästner-Schule Zeit. Dann beginnt der Unterricht. Rund 300 Meter liegen noch vor den Erst- bis Viertklässlern. Das sollte zu schaffen sein. Eigentlich. Denn der Schulweg, der direkt an der Europäischen Schule vorbeiführt, entwickelt sich für die Knirpse zu einem gefährlichen Slalomlauf. Drei Ein- und Ausfahrten stören ihren Weg, immer wieder biegen Fahrzeuge auf das Gelände oder fahren wieder hinaus. „Wir müssen sehr aufpassen. Das ist anstrengend und doof“, beschwert sich die achtjährige Lea. Und gefährlich, fügt Fritz Merl, Vorsitzender des Gesamtelternbeirates an der Erich-Kästner-Schule, hinzu. Es sei ein Wunder, dass dort bislang nichts Schlimmeres passiert sei.

Ängste der Eltern

Genau deswegen setzen sich die Eltern der Grundschüler bereits seit einem Jahr für die Verlegung des Schulweges ein. Unterstützung erhalten sie dabei von der Europäischen Schule – über deren Gelände, also parallel zum jetzigen Weg, sollen die Schüler nämlich künftig laufen. „Bei einem Ortstermin im Juni vor einem Jahr herrschte über diese Möglichkeit zwischen beiden Schulen, Eltern, dem Ortsbeirat und auch der Stadt Einigkeit, dass diese Variante die beste ist. Umgesetzt wurde diese bislang allerdings nicht“, berichtet die dreifache Mutter Katja Widera. Zwei ihrer Kinder nutzen den Weg jeden Morgen, im nächsten Schuljahr wird auch das dritte Kind eingeschult. „Als Mutter hält man jeden Morgen die Luft an und ist froh, wenn die Kinder heil in der Schule ankommen“, beschreibt sie ihre Sorgen und Ängste.

Schulen sind sich einig

Wie ernst die Europäische Schule das Angebot meint, den Schulweg über ihr Gelände führen zu lassen, zeigt ein Tor, das Schulleiter Peter Friss nur wenige Tage nach dem Ortstermin in den im südlichen Bereich verlaufenden Zaun einbauen ließ. „Das war für uns überhaupt kein Thema, schließlich liegt uns die Sicherheit aller Schüler am Herzen“, erklärt der Schulleiter. Durch das Tor könnten die Schüler also direkt von dem kleinen Fußweg zwischen Praunheimer Weg und Oberfeldstraße auf das Gelände gelangen und ihren Schulweg sicher fortsetzen. Am Ende des Geländes müsste die Stadt den Weg mit einem weiteren Tor fortführen sowie einem Zebrastreifen absichern.

Dazu wird es aber wohl nicht kommen. Das lässt zumindest eine aktuelle Stellungnahme erahnen, auf die sich das Stadtschulamt beruft. Der Vorgang über die Verlegung des Schulweges sei aber noch bei verschiedenen Ämtern in Bearbeitung, heißt es dort.

Das Gelände stehe zwar im Besitz der Stadt Frankfurt, wurde jedoch der Europäischen Schule ohne Einschränkung zur Verfügung gestellt, heißt es in der Begründung der Stellungnahme. Würde der Verlegung entsprochen, würde der öffentliche Schulweg somit über ein privates Gelände, mit entsprechenden haftungsrechtlichen Unterhaltungsproblematiken führen. Vor diesem Hintergrund erwäge die Stadt daher, den Schulweg auf den gegenüberliegenden Gehweg zu verlegen.

Ein Vorschlag, der nicht gut ankommt. „Das sind mindestens fünf Minuten Umweg. Zudem müssen die Kinder zweimal zusätzlich die stark befahrene Straße überqueren. Das ist trotz Ampeln immer noch ein Risiko“, sagt Katja Widera. Auch Schulleiter Friss widerspricht dem Vorschlag der Stadt. „Es handelt sich um eine Privatschule, aber nicht um ein Privatgelände. Die Kinder sind auf jeder Art des Schulweges versichert“, betont er. Das bestätigt auch eine Information des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. „Versicherungsschutz kann auch auf abweichenden Wegen bestehen“, heißt es dort. Die Schüler sind also in jedem Falle versichert.

Allerdings handelt es sich durch die Überlassung des Geländes von der Stadt an die Europäische Schule tatsächlich um ein Privatgelände. Soll heißen: Würde einem Erich-Kästner-Schüler auf dem Gelände etwas passieren, müsste letztlich die Europäische Schule oder ihre Haftpflichtversicherung den Schaden tragen. Denn die gesetzliche Unfallversicherung nimmt Rückgriff auf denjenigen, der den Schaden verursacht hat. Eine Änderung der bestehenden Vereinbarung über die Grundstücksüberlassung könnte hier allerdings Abhilfe schaffen.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 27.03.2015. Von Judith Dietermann

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