20.07.2018
Mehr Wohnraum, weniger Läden
Ortspolitiker sorgen sich um die Nahversorgung...
mehr
20.07.2018
Mehrere Brandeinsätze beschäftigten die Feuerwehr seit dem gestrigen Abend
Seit dem gestrigen Abend hatte die Feuerwehr...
mehr
12.07.2018
Anwohner klagen über vermüllte Ecken
Anwohner und Politik klagen im Frankfurter...
mehr
03.07.2018
Mit Teamgeist und Engagement
Nach elf Jahren hört Monika Schmidt-Dietrich...
mehr
28.06.2018
Frischer Wind fürs alte Zentrum
17 Jahre Leerstand und Verfall haben eine...
mehr
23.06.2018
Nordwestzentrum: Vom Schrottplatz zur Shoppingmall
Es war ein Mammutprojekt und eine Erfolgsgeschichte,...
mehr
19.06.2018
Weniger Diebe, mehr Prügelei
Das 14. Polizeirevier stellt die Kriminalstatistik...
mehr
10.06.2018
Im Praunheimer Weg haben Unbekannte in der Nacht von Freitag auf Samstag (09. Juni 2018) mehrere Mülltonnen in Brand gesteckt.
Gegen 01.40 Uhr standen drei 110 Liter große...
mehr
14.05.2018
Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner geht weiter
Nachdem das Grünflächenamt bereits Anfang...
mehr
14.05.2018
26-Jähriger ausgeraubt
Auf dem Heimweg wurde in der Nacht von Samstag...
mehr
02.05.2018
Gegner des neuen Stadtteils schließen sich zusammen
Das neue „Aktionsbündnis Graswurzeln“ richtet...
mehr
Tipps und Infos zur Freizeitgestaltung in und um Heddernheim.
mehr Infos


Gedichte und Geschichten von Heddernheimer Bürgern. z.B.
Erfreulicher
LESERBRIEF AUS FNP von

Prof. Hans Mausbach Nordweststadt
mehr

Die Motzbox ist der Heddernheimer Kummerkasten für Beschwerden usw. der Heddernheimer Bürger z.B.

 









10.06.2015

Eingemeindungsvertrag: Niederursel schoss den Bock ab

Tja, man kann es nicht anders sagen: Die Niederursels haben es verbockt. Im wahrsten Sinne des Wortes, damals bei der Eingemeindung im Jahr 1910. Doch herausgekommen ist das erst jetzt – dank eines Antrag des Ortsbeirats 8 (Klaa Paris, Niederursel, Nordweststadt). Dabei sollte der ursprünglich nur ein Scherz zum Fastnachtsdienstag sein. Dumm gelaufen. Doch von vorne.

Im Eingemeindungsvertrag vom 29. März 1909 hat die Stadt Frankfurt in Paragraf 17 zugesichert, den Unterhalt des Zuchtbullen, des Zuchtebers und des Zuchtziegenbocks für Niederursel zu gewährleisten (wir berichteten). Doch seit Jahrzehnten wurden sie im Stadtteil nicht mehr gesehen. Deshalb drohte Niederursel im Februar mit Trennung von der Stadt.

Angeblich habe die Stadt den Vertrag gebrochen. Doch weit gefehlt, wie jetzt aus einer Stellungnahme des Magistrats hervorgeht. Vielmehr müssen sich die Niederurseler, besser gesagt ihre Ahnen, vorwerfen lassen, das Vertragswerk offensichtlich nicht genau gelesen zu haben.

Im Gegensatz zu dem gewitzten Beantworter des Ortsbeiratsantrags. Es stimme, dass sich die Stadt im Eingemeindungsvertrag zur Unterhaltung des Zuchtbullens, des Zuchtebers und des Zuchtziegenbockes verpflichtet habe. Aber eben nur des damals lebenden Vertreters seiner Art. „Aus dem Wortlaut des Vertrages ist insbesondere nicht die Verpflichtung zum Aufbau und Betrieb einer Zucht, die auf diesen fraglichen Tieren basiert, herzuleiten; vielmehr bestand nur die Verpflichtung der Stadt, die in dieser Vorschrift genannten im Jahre 1909 lebenden Tiere bis zu ihrem Ableben zu versorgen.“ Und tot sind die längst. Der Zuchtbulle. Der Zuchteber. Genauso wie der Zuchtziegenbock.

Genau. Der Teufel steckt im Detail. Hätten die Niederurseler den Fortbestand ihrer tierischen Landwirtschaft für alle Zukunft sichern wollen, hätten sie auf einer anderen Formulierung beharren müssen. Etwa so: Die Stadt Frankfurt verpflichtet sich zur Unterhaltung eines Zuchtbullens, eines Zuchtebers und eines Zuchtziegenbockes.

Für Dr. Joachim Rotberg, Historiker und Niederurseler Ortsbeirat, sind das Spitzfindigkeiten: „Die Stadt will sich nur ihrer Verantwortung für die Landwirtschaft entziehen“. Die Niederurseler Schöffen hätten damals, 1909, gut verhandelt, speziell zum Wohl der Tiere. „So wurde zum Beispiel der Frankfurter Schlachthauszwang erst 1926 eingeführt. Die Niederurseler Rinder konnten also weiter ,zu Hause‘ sterben. Und die Steuer für die Dorfhunde wurde sogar bis 1930 auf 12 Reichsmark im Jahr eingefroren. Finanzpolitisch ein toller Coup“, so Rotberg.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf Porsche wirft dem Magistrat eine falsche Auslegung des Eingemeindungsvertrages vor: „Ist da nicht eher die ,Institution Zuchttiere‘ im Allgemeinen und nicht der damalige Tierbestand im Besonderen gemeint?“, fragt er.

Klären lassen will das der Niederurseler in einem neuen Antrag. Dieser soll nach Informationen dieser Zeitung zum Fastnachtsdienstag 2016 vorliegen.



Artikel Frankfurter Neue Presse vom 10.06.2015 Von Simone Wagenhaus

zurück








Unsere Werbepartner:

Pietät Schüler

Frankfurter Sparkasse

FES







 
 
 

© 2013 by Medien- & Stadtteilbüro| Impressum