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19.06.2018

Weniger Diebe, mehr Prügelei

Das 14. Polizeirevier stellt die Kriminalstatistik für die nördlichen Stadtteile vor. Einbrücke und Diebstähle kommen seltener vor, dafür steigt die Anzahl der Körperverletzungsdelikte.

Der Trend, dass stetig weniger Straftaten im Zuständigkeitsbereich des 14. Polizeireviers erfasst werden, setzt sich fort. Das wurde beim alljährlichen Bericht des Dienststellenleiters Thomas Schulze gegenüber dem Ortsbeirat 8 am Donnerstagabend deutlich. So dokumentiert die Kriminalstatistik aus dem Vorjahr einen beachtlichen Rückgang der Diebstahl- und Einbruchsfälle – und auch bezüglich der Zusammenlegung des 14. und 15. Reviers gab es Positives zu vermelden.

„Es war ein langer Prozess, die zwei Reviere unter einen Hut zu bekommen“, erklärt Schulze beim Austausch mit dem Stadtteilgremium. Nach mehrmaligem Aufschub bezogen die Reviere Ende des vergangenen Jahres die neue Wache im Mertonviertel. Über 100 Beamte sind dort seither für die elf Stadtteile zwischen Praunheim und Nieder-Erlenbach zuständig. Mit fünf Funkstreifenwagen und zwei Schutzmännern vor Ort könne die Polizei nun mehr Präsenz zeigen. Auch die Vernetzung mit den Institutionen und Bürgern solle durch die bessere Infrastruktur künftig verstärkt werden, so Schulze.

Die Zahlen aus der Statistik, die Schulze dem Stadtteilparlament vorlegt, repräsentieren noch die Straftaten aus dem alten Zuständigkeitsbereich Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt, Praunheim und Teile des Riedbergs. „Hier war 2017 weiterhin ein positiver Trend zu erkennen“, sagt der Dienststellenleiter.

Die Anzahl der Kriminalfälle sei von 3510 Delikten in 2016 auf 3179 Fälle im Vorjahr gesunken – ein Rückgang um 9,4 Prozent. Darunter fallen zum Beispiel Diebstahl, Einbruch oder Sachbeschädigung. Die Einbrüche in Keller seien dabei um 51,5 Prozent zurückgegangen und beim Fahrraddiebstahl dokumentiert die Statistik 45 Prozent weniger Fälle als im Vorjahr.

Der Anteil von Körperverletzungsdelikten hingegen sei um 5,8 Prozent gestiegen. Waren es 2016 noch 311 Fälle, sind im Vorjahr 329 Delikte registriert worden. Ein Großteil davon entfalle mit 112 gemeldeten Taten auf die gefährliche Körperverletzung. Das Wort gefährlich dürfe jedoch nicht überinterpretiert werden, so Ermittlungsgruppenleiter Dennis Müller. „Gemeint ist damit, dass die Delikte mit einem Gegenstand – das kann bereits ein Kugelschreiber sein – erfolgten.“

Mehr Betrüger im Einsatz

Zwar liegen für 2018 noch keine Zahlen vor, doch zeichne sich bereits ein unerfreulicher Trend ab: Jüngst trieben vermehrt professionelle Betrüger ihr Unwesen, berichtet Adrian Homeier, Schutzmann vor Ort. Eine Masche sei es, sich über den sogenannten Rollatoren-TÜV Zugang zu Wohnungen älterer Menschen zu verschaffen; eine andere, von der vermeintlichen 110 anzurufen und die Opfer mit erfundenen Straftaten zu erpressen. „Dabei rufen wir niemals von der 110 an“, sagt Homeier.

Der Schutzmann vor Ort machte in diesem Kontext deutlich, dass fortan mehr Infoveranstaltungen zwecks Prävention ausgerichtet sowie Postkarten und Merkblätter mit Anleitung zum richtigen Verhalten bei Betrugsverdacht verteilt werden sollen. Außerdem wolle die Polizei weiterhin Präsenz zeigen: „Das ist unser Hauptziel für 2018“, so Homeier abschließend.



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 16.06.2018. Von Laura Franz

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