20.06.2018
Die Nordweststadt feiert ihren Martin-Luther-King-Park
Lesungen, das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald, ein Open-Air-Kino und ein großes Stadtteilfest – der Martin Luther-King-Park wird in diesem Sommer zum Mittelpunkt im Stadtteil. Damit feiern die Nordweststädter das 50-jährige Bestehen ihrer beliebten Grünfläche.
Es waren die nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankfurt stationierten Amerikaner, die vor 50 Jahren beschlossen, eine der brachliegenden Fläche inmitten der Nordweststadt in eine grüne Idylle zu verwandeln. Denn die Stadt hatte in den 1960er Jahren schlichtweg kein Geld für solche Verschönerungsmaßnahmen. Benannt wurde er nach dem am 4. April 1968 in Memphis ermordeten amerikanischen Bürgerrechtler und Nobelpreisträger Martin Luther King.
Grün und lebenswert
Mittelpunkt ist bis heute der 1971 erbaute, 4800 Quadratmeter große, naturnah gestaltete Teich. Regelmäßig finden auf der großen Rasenfläche Veranstaltungen statt, in diesem Jahr mehr als sonst. Denn die Nordweststadt feiert das 50-jährige Bestehen ihres Parks. „Bekannt als Großwohnsiedlung der 1950er Jahre, geprägt von ihrem schlechten Ruf der 1990er Jahre, ist sie heute ein liebens- und lebenswerter Stadtteil mit viel Grün, einer hohen Lebensqualität und einem Herz: der Martin-Luther-King-Park“, sagt Quartiersmanagerin Janina Korb, hinter der anstrengende Wochen liegen.
Gemeinsam haben das Frankfurter Programm Aktive Nachbarschaft und das Quartiersmanagement Nordweststadt des Diakonischen Werks ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. „Sommer im Park“ heißt die Veranstaltungsreihe von Juni bis September.
Eröffnet wird diese mit Lesungen, die im Freien stattfinden. Am Donnerstag, 21. Juni, um 18 Uhr liest Lutz Ullrich aus seinen Krimis „Kristallstöffche“ und „Klaa Pariser Blut“, am Donnerstag, 28. Juni, greifen die Nordweststädter selber zum Buch. Vom 9. bis 13. Juli ist zudem das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald zu Gast.
Open-Air-Kino
Am Freitag, 27. Juli, verwandelt sich der Martin-Luther-King-Park in einen großen Kinosaal – unter freiem Himmel. Gezeigt wird der Film „Almanya“, eine Woche später, am 3. August, „Bei den Hartmanns“. Um 20 Uhr heißt es „Film ab!“. Die Leinwand wird am großen Spielplatz aufgebaut. Bänke und Stühle gibt es jedoch nicht, die Besucher müssen Decken und Kissen mitbringen.
Für das große Stadtteilfest sollten sich die Nordweststädter den Samstag, 18. August, im Kalender notieren. Los geht es um 14 Uhr. Das Charity-Kinderfest steigt am Samstag, 22. September.
Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 20.06.2018. Von JUDITH DIETERMANN
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