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05.10.2018

Ein Dorf voller Leben

Beim „Tag der offenen Hoftore“ empfangen mehr als 20 Hausbesitzer im Stadtteil Besucher.

Grell orange glüht das Eisen über dem offenen Feuer. Dann legt es Wolfgang Tapp mit einer Zange auf einen Amboss und formt es mit einem zwei Kilogramm schweren Hammer. Seine Hände sind schwarz vom Ruß. Hell tönen Tapps Schläge, wie Metall auf Metall trifft, durch die „Alte Dorfschmiede“. Eng an eng stehen die Besucher, Klein und Groß, beim „Tag der offenen Hoftore“ in dem dunklen Raum und schauen bei der Vorführung des Künstlers gespannt zu.

Entlang der Straße Alt Niederursel, die am Mittwoch für den Autoverkehr gesperrt ist, und in den angrenzenden Nachbargassen haben mehr als 20 Hausbesitzer ihre Höfe und Gärten geöffnet. Hunderte Besucher drängen sich am Nachmittag durch die schmale Straße. Initiativen wie „Transition Town“ und „Gemeinwohlökonomie“ informieren über nachhaltige Lebensweisen. Zwischen Flohmarktständen werden Äpfel, Birnen und Honig angeboten. In jedem Hof gibt es etwas anderes zu essen, auf dem Gelände des ehemaligen Reiterhofs Kartoffelpuffer und „Süßen“, den frisch gepressten Apfelsaft. Viele Kinder stehen vor dem Zaun eines Ziegengeheges und wollen die unbeeindruckt drein schauenden Tiere mit Stroh füttern, das auf dem Boden ausgelegt ist.

„Wir wollen zeigen, was im Dorf sonst noch lebt“, sagt Ulrike Ullrich vom Verein „Der Hof“. Im alten Ortskern gebe es viele Kunstwerkstätten und Galerien. Das anthroposophisch ausgerichtete Kollektiv veranstaltet den „Tag der offenen Hoftore“ seit mehr als zehn Jahren.

Vor dem Atelier von Bildhauer Joachim Kreutz im Dorfwiesenweg stehen Mitglieder der Hobby-Bildhauer-Gruppe, die sich einmal wöchentlich in der ehemaligen Scheune am Ortsrand trifft, und klopfen mit Hammer und Meisel auf Steine. Daneben sitzen Kinder und bearbeiten mit Unterstützung von Kunsttherapeuten Specksteine. Mit staubigen Händen und Jacken schmirgeln, feilen und polieren die Kleinen ihre Kunstwerke, die sie später mit nach Hause nehmen dürfen. „Ich mache was Viereckiges“, sagt die sechsjährige Isabelle zu ihrem Freund Nils. Der Fünfjährige zeigt auf einen glatt polierten Stein. „So soll meiner aussehen, wenn er fertig ist.“. Isabelles Mutter Karin Kuhn, die seit elf Jahren im Quartier lebt, sagt: „In den letzten Jahren ist der Hoftag immer größer und schöner geworden.“ Und weiter: „Es ist toll, in die Höfe reingucken zu können und kleine, idyllische Plätzchen zu entdecken.“

Hinter einem hölzernen, grünen Tor verbirgt sich ein Hof, der in einen verwinkelten Garten mündet. Gerahmt wird das Areal von aneinander gedrängten Backstein- und Fachwerkgebäuden, in denen – neben Wohnräumen – eine Kunstgalerie untergebracht ist. Susann und Maik Schilske sitzen auf einer Bank, hinter der Weinreben an einer Mauer wachsen. Die beiden löffeln Kürbissuppe und lassen den Blick schweifen. „So viel Kreativität und Detailverliebtheit gibt es zu sehen“, sagt die 52-Jährige und zeigt auf gusseiserne Engelsfiguren am Rand einer Treppe, die zum hinteren Teil eines Gartens führt. „Nett und liebevoll“ würden „Alt und Neu“ miteinander kombiniert, ergänzt ihr Mann.

In der Kirchgartenstraße hat Jürgen Ochs seine alte Apfelpresse vor einem Fachwerkhaus aufgebaut. Während er seinen frischen Süßen verköstigt, helfen ihm die jungen Besucher Maila und Fritz beim Pressen. Alles muss per Hand gemacht werden. „Ganz schön anstrengend“, findet der neunjährige Fritz. Seine ein Jahr jüngere Schwester freut sich schon auf das Ergebnis. Ochs sagt, er wolle den „besten Saft und Wein“ herstellen. Dafür experimentiere er mit unterschiedlichen Apfelsorten.



Artikel Frankfurter Rundschau, vom 04.10.2018. Von Clemens Dörrenberg

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