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23.10.2019

Kleines Zentrum, große Probleme

Die Nordwestadt hat einen schlechten Ruf: Dunkle und vermüllte Ecken sorgen dafür, dass sich die Anwohner nicht mehr sicher fühlen.

Die Negative Entwicklung der in die Jahre gekommenen Nordweststadt schürt Ängste und Sorgen bei den Anwohnern. 1964 gebaut für die Geschäfte des täglichen Bedarfs ist das Kleine Zentrum heute geprägt von sozialen Einrichtungen und Gastronomiebetrieben.

Nein, angenehm ist es nicht, in der Dämmerung durch das Kleine Zentrum zu laufen. Die sozialen Einrichtungen, abgesehen vom Jugendclub, haben am frühen Abend geschlossen, es beginnt die Zeit der zahlreichen gastronomischen Einrichtungen. Ob ein Italiener, das Bistro oder die Trinkhalle an der Ecke - wenn es dunkel wird in der Nordweststadt, sind sie gut besucht. Nordweststadt in Frankfurt: "Ich habe einfach Angst"

"Die Menschen setzen sich aber nicht hin, sondern nehmen die Speisen mit und lassen sich irgendwo im Zentrum nieder. Dementsprechend laut ist es, denn es schallt unglaublich. Und wirklich wohl fühlt man sich auch nicht, wenn man in den Ecken dunkle Gestalten stehen sieht", sagt eine Anwohnerin, die am Abend "schon lange nicht mehr" alleine durch das Kleine Zentrum an der Thomas-Mann-Straße geht. "Ich habe einfach Angst", sagt sie.

Da ist sie nicht die einzige. Das zeigt der Rundgang mit Vertretern des 14. Polizeireviers, dem Präventionsrat sowie Mitgliedern des Ortsbeirates, der dieses Treffen organisiert hat. "Das Kleine Zentrum beschäftigt uns seit 20 Jahren. Es ist ein Dauerthema. Deswegen dieser Termin", sagt Ortsvorsteher Klaus Nattrodt (CDU), der das Kleine Zentrum aber bewusst nicht als Brennpunkt bezeichnen möchte. Die Diskussion um das Aufstellen von Bänken, fußballspielende Kinder, die Grünanlagen sowie Dreck und Vermüllung seien die stets wiederkehrenden Probleme.

Polizei spricht von Verbesserung der Situation in der Nordweststadt

Die kennen auch die Beamten des 14. Polizeireviers. Wie die "Schutzmänner vor Ort", Adrian Homeier und Andreas Wagner, die bei ihren regelmäßigen Sprechstunden im Zentrum damit konfrontiert werden. "Wir nehmen die Anliegen sehr ernst und leiten sie auch sogleich weiter.

Vieles hat sich auch bereits verbessert", betont Homeier. So habe man mit dem Jugendclub mittlerweile einen sehr guten Umgang. Über die Jugendliche habe es vor allem in den Sommermonaten immer wieder Beschwerden gegeben, als sie sich auch noch zu später Stunde im Zentrum aufhielten. "Das hat man bis in unsere Wohnungen gehört", sagt ein Anwohner.

1964 wurde das Kleine Zentrum an der Thomas-Mann-Straße gebaut. Neben Geschäften des täglichen Bedarfs gab es gastronomische Einrichtungen, eine Bank und eine Apotheke. Letztere ist das einzige, was aus der damaligen Zeit übrig geblieben ist. "Mit der Eröffnung des Nordwestzentrums 1969 ging es hier bergab. Es ist traurig zu sehen, was aus dem einstigen Mittelpunkt geworden ist", sagt Winfried Fügner, der einst die Bankfiliale leitete. Heute sind es vor allem soziale Einrichtungen und die kleinen Gastronomien, die den Charakter des Zentrums prägen.

Wenig Licht und dunkle Ecken

Warum sich die Anwohner, vor allem bei Dunkelheit, unsicher fühlen, zeigt ein Gang hinter das Zentrum, in eine Stichstraße des Praunheimer Wegs. Eine orangefarbene Straßenlaterne wirft ein nur schwaches Licht, die Ecken sind dunkel, Falschparker versperren den Fußgängern den Weg. "Hier wird auch ab und an gedealt. Alleine geht hier niemand gerne her", sagt Ludolf Müller, der seit sieben Jahren den "Stammtisch der Nachbarn" leitet.

Eine ganze Liste mit Problemen der Anwohner hat er gesammelt. Das größte Anliegen sei jedoch, dass die Öffnungszeiten auf 24 Uhr und die Außen-Bewirtungszeiten auf 22 Uhr reduziert werden. So würde vielleicht wieder eine Nachtruhe einkehren und verhindert, dass Alkohol neben Kindergruppen konsumiert wird. "Das gehört hier zum Alltag", sagt Müller. Nordweststadt: Appell an die Bewohner sich an die Polizei zu wenden

Revierleiter Thomas Schulze appelliert derweil an die Anwohner, sich bei Problemen immer sofort an die Polizei zu wenden. "Nur so können wir direkt reagieren", sagt er. Zudem wolle man erneut das Gespräch mit den Geschäftsleuten suchen - wohlwissend, dass solche Gespräche oft schwierig sind.

"Wir versuchen wirklich, zu tun was wir können. Wir nehmen die Sorgen und Ängste ernst", sagt er. Die dunkle Ecke hinter dem Zentrum habe man "auf dem Radar". Wie der Ortsbeirat - er will ein bessere Beleuchtung beantragen. "Viel mehr können wir leider nicht tun", sagt Klaus Nattrodt.

In unserer Stadtteil-Serie haben wir dieser Woche die Nordweststadt unter die Lupe genommen. Das neue Quartier sollte die Wohnungsnot mildern. Eine Fotoreportage. Ein Film über die Nordweststadt stellt den Blick der Bewohner in den Mittelpunkt und lässt sie zu Wort kommen. Er erzählt aber auch von den Machern und von der Konzeption, die dem Großprojekt einst zugrunde lag.



Artikel Frankfurter Neue Presse, vom 23.10.2019. Von Judith Dietermann

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