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07.01.2005

Wie es euch gefällt: Von unserem Stück gibt’s drei Versionen

Trautes Heim – Glück allein, weiß der Volksmund, doch auf der Bühne des Schultheater-Studios ist von Friede und häuslicher Ruhe kaum etwas zu spüren.

Fünf schlafende Schwestern liegen in einem Knäuel über- und nebeneinander. Zum eindringlichen Piepen des Weckers entwirren sie lustlos ihre Arme und Beine, um in die Küche zu stapfen. Es ist der Geburtstag ihrer Mutter, doch keines der Kinder hat ein Geschenk vorbereitet. Im Gegenteil, die Schar gibt sich alle Mühe, der mürrischen Mutter den Tag zu verderben. Statt im Sonntagsstaat drängeln die Mädchen in Fastnachtskostümen um den Küchentisch, zeigen sich widerspenstig und undankbar.

Dass die Teilnehmer der Theaterferienspiele des 1991 gegründeten Schultheater-Studios nicht nur ungezogene Gören, sondern ebenso gut folgsame Kinder spielen können, beweist die erste Fassung des Stückes, das die Sechs- bis Elfjährigen selbst entwickelt und unter Leitung der Theaterpädagoginnen Mirjam Bierwagen und Sabina Mak inszeniert haben.
«Es gibt drei Spiel-Varianten. Die erste zeigt die Kinderschar wohlerzogen und rücksichtsvoll, in der zweiten geht es chaotisch und unwirsch zu, und die dritte Fassung setzt sich aus drei Standbildern zusammen, erklärt Mirjam Bierwagen. Dabei verharren die Schauspieler in einer Position, bis das Licht vorübergehend erlischt und sie eine neue Stellung einnehmen. So entstünde ein Effekt, der den Zuschauern vom Durchblättern ihrer Fotoalben her bekannt sei.
Während im Saal die Geburtstagsszene geprobt wird, saust im Foyer des Studios ein hölzerner Spazierstock auf die Köpfe zweier rangelnder Fußgänger nieder. Die Prügelei ist natürlich inszeniert. Den Knauf des Krückstockes hält Can Akman (7) fest in seiner Rechten, während er mit der Linken nach einem kleinen Stück Papier greift, das einem der Opfer entglitten ist. Der schlecht gelaunte Rentner hat nicht aus Habsucht zugeschlagen, sondern um dem Geschrei der Streitenden ein Ende zu bereiten. Nun entdeckt er, dass er einen Lottoschein mit sechs Richtigen in Händen hält und humpelt freudestrahlend einem neuen Leben entgegen. Unterdessen rappeln sich die rechtmäßige Eigentümerin des Lotteriescheines und der Räuber wieder auf und hasten dem Alten hinterher. «Ob sie ihn zu fassen bekommen, bleibt offen», sagt Max Gilbert (11), der einen der beiden Ganoven mimt.

Betisa Sayahzadeh (9), die später Sängerin oder Schauspielerin werden möchte, erläutert die Charaktere des Stückes. Der alte Mann sei unzufrieden, weil das Wetter schlecht sei, und die Waren in den Geschäften viel zu teuer. Das Quengeln und Schreien der Kinder auf der Straße brächte ihn vollends in Rage. Die Lottospielerin dagegen freue sich über das lebendige Treiben und ihren Gewinn – bis sie in das Handgemenge verwickelt und niedergestreckt werde.

Mit grantigen Senioren haben die Kinder, die gemeinsam mit der Theaterpädagogin Nathalie Olah an ihrem Stück arbeiten, auch außerhalb des Studios schon Bekanntschaft gemacht. «Mein eigener Opa schimpft aber nicht mit spielenden Kindern», betont Betisa, und auch ihre jungen Schauspielkollegen lassen nichts auf ihre Großeltern kommen. Um die Geburtstagsgeschichte mit dem Kriminalstück zu verknüpfen, haben die elf Nachwuchsschauspieler sich eine ungewöhnliche Szene ausgedacht. Kourosh Tanhaei (11), einer der Ganoven, soll sich als Säugling verkleidet in die Familie einschleichen, um sie auszurauben. Wild mit den Armen fuchtelnd liegt er auf dem Boden und schreit aus vollem Halse. Dabei muss er sich nicht nur vor barschen Rentnern, sondern sogar vor seiner – vermeintlich eigenen – Schwester in Acht nehmen. «Du krakeelst, sei endlich ruhig», ruft das Mädchen ihm zu – und wünscht sich an die Seite seiner vier älteren Schwestern zurück, die in der Küche noch immer damit beschäftigt sind, den Geburtstag ihrer Mutter zu ruinieren. (jul)

Heute um 14 Uhr präsentieren die Kinder ihre Theaterstücke im Schultheater - Studio im Hammarskjöldring 17 a.




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