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25.05.2004

Großer Andrang auf internationale Schulen

Eltern können aus immer mehr Angeboten wählen / Bereits Grundschüler lernen zweisprachig

Das multikulturelle Leben in der Metropole Frankfurt äußert sich auch in der Vielfalt ihrer Schulen. Neben 20 Privatschulen existieren in der Stadt inzwischen sieben Lehranstalten, die sich an ein internationales Publikum richten. Hinzu kommen sieben städtische Schulen mit bilingualem Angebot.
VON MARTIN MÜLLER-BIALON



Wenn Frankfurter Bildungspolitiker sich mit ausländischen Schulen befassen, geht es meistens um Autos. Solche zum Beispiel, in denen Jugendliche zur französischen Schule in Westhausen chauffiert werden. Es kam schon zu Klagen von Anwohnern, die Angelegenheit beschäftigte Ortsbeirat und Römer-Ausschüsse.

Auch die Internationale Schule (ISF) in Sindlingen liegt in der Nähe eines Wohngebiets. Und auch dort meldeten sich anfangs genervte Nachbarn wegen des Autoverkehrs. Mit dem Bus kommen die Schüler in der Regel nicht zum Unterricht - bei einem Schulgeld von 1200 Euro im Monat keine Überraschung. Viele nehmen auch weite Wege für den Schulbesuch in Kauf.

Der Kontakt zwischen den internationalen Schulen und dem städtischen Schulamt beschränkt sich zumeist auf Fragen der Unterbringung. So hat das Amt zwei Jahre lang nach geeigneten Räumen für die griechische Schule gesucht, die sich zurzeit noch ein Gebäude mit der Eichendorffschule, einer Grundschule in Griesheim, teilt. Inzwischen wurde eine Lösung, ebenfalls in Griesheim, gefunden. Was in den ausländischen Schulen in welcher Sprache gelehrt wird, ist dagegen nicht Sache der städtischen Gremien. So beobachtet man dort mit Interesse die steigende Nachfrage nach Unterricht in der Herkunftssprache.

Immerhin fünf Prozent der Frankfurter Schüler - etwa 2600 - besuchen inzwischen internationale oder ausländische Schulen. Insgesamt gibt es drei internationale - International Montessori (Westend), ISF und Europäische Schule (Niederursel) - und vier nationale ausländische Schulen - französische, griechische, koreanische und japanische (Hausen). Die Älteste ist die japanische Schule, die bereits vor mehr als 20 Jahren gegründet wurde.

Bis zu 12 000 Euro Schulgeld

Noch liegt der Anteil der Schüler, die ausländische Schulen besuchen, deutlich unter dem Bevölkerungsanteil nichtdeutscher Jugendlicher (30 Prozent). Dabei soll es nach Meinung der Schuldezernentin Jutta Ebeling (Grüne) möglichst auch bleiben. Zwar hat man dort, wie Ebelings Referent Michael Damian sagt, "immer betont, dass wir die Vielfalt begrüßen". Zudem habe sich gezeigt, dass Privatschulen bei Leistungsvergleichen stets gut abschnitten.

Dennoch stehe man insbesondere den nationalen Schulen skeptisch gegenüber. "Es besteht in diesen Schulen die Gefahr, dass sich die Schüler abkapseln und unter sich bleiben", sagt Damian. Integration sei dann erschwert. Gleichwohl erkennt man aber auch im Schuldezernat an, dass Integration bei Schülern, deren Eltern ohnehin nur wenige Jahre in Frankfurt bleiben, wenig Sinn hat. "Es gibt ja auch deutsche Schulen im Ausland", so Damian.

Dennoch setzt die Stadt mehr auf bilingualen Unterricht. Hier wird - zum Teil schon in den Grundschulen - der Unterricht in zwei Sprachen erteilt: Deutsch und Französisch, Englisch oder Italienisch. Den Schülern wird neben der Sprache auch die Kultur des jeweiligen Landes nahe gebracht. Sieben städtische Schulen, darunter auch Grundschulen, bieten bereits bilingualen Unterricht an, das Programm soll weiter ausgebaut werden.

Nicht alle Abschlüsse der ausländischen Schulen werden hier zu Lande anerkannt. Keine Probleme haben Schüler, die das Internationale (IB) oder das Europäische "Baccaleaureat" (EB) erwerben - dieser Abschluss wird an deutschen Unis akzeptiert. Für andere Abschlüsse wie die mittlere Reife müssen Griechen, Koreaner oder Japaner einen "Gleichstellungsantrag" stellen. Zuständig dafür ist das Schulamt Darmstadt, das jeden Fall einzeln prüft.

Wer das Europäische "Baccaleaureat" oder einen gleichwertigen Abschluss anstrebt, muss tief in die Tasche greifen. Sowohl Europäische Schule wie auch ISF gelten nicht als staatlich anerkannte Ersatzschule, ihnen bleibt die Förderung des Landes - 75 Prozent der Personalkosten - daher versagt. Bei den Schulbehörden haben die ausländischen Schulen - Ausnahme ist die International Montessori School - den geringeren Status "Ergänzungsschule". Dafür gibt es kein Geld vom Land. So werden die vier nationalen Schulen von den jeweiligen Ländern finanziert, die Europäische Schule von der EU.

Nur die ISF hat für ihre laufenden Kosten keinen Staat als Finanzier, wenngleich Stadt, Land und IHK als Gesellschafter fungieren und für den Schulneubau in Sindlingen aufkamen. Daher ist das Schulgeld exorbitant: Mit bis zu 12 000 Euro im Jahr ist die ISF die teuerste unter den ausländischen Schulen.

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