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14.12.2005

Die Zukunft bleibt ungewiss

Verkauf des Kleinen Zentrums in der Thomas-Mann-Straße ist erneut geplatzt

Wer zum ersten Mal die Thomas-Mann-Straße entlang geht und das einladend helle Schild mit dem Logo des Kleinen Zentrums sieht, wähnt sich auf dem Weg in ein schmuckes Einkaufszentrum. Umso größer ist die Ernüchterung beim Eintritt in die Passage: Von den über 30 Ladengeschäften stehen drei Viertel leer.

Seit 2001 steht das Gelände unter der Obhut eines Zwangsverwalters. Zukunft: ungewiss, ebenso, was den Jugendclub im ersten Stock betrifft. Viele Menschen hofften nach der Zwangsversteigerung noch auf einen Neuanfang. Doch der ist nun doch nicht so bald in Sicht. Zum dritten Mal hatte das Amtsgericht Frankfurt auf Initiative der Deutschen Bank eine Zwangsversteigerung des auf 3,7 Millionen Euro geschätzten Zentrums anberaumt, die war am 14. November. «Bei den ersten beiden Versteigerungen hatte niemand ein Gebot abgegeben», erinnert sich Klaus Rehn, Inhaber der Nordwest-Apotheke. Jetzt lief die Einspruchsfrist ab. Die Deutsche Bank Stuttgart hat der meistbietenden Firma Tyscon jedoch keinen Zuschlag erteilt. Angeblich, weil die Firma das notwendige Geld nicht zusammenbekam. Bestätigen wollte die Deutsche Bank dies mit Hinweis auf den Datenschutz nicht.

Das Kleine Zentrum ist eines von zwei Einkaufszentren, das in den 60er Jahren neben dem großen Nordwestzentrum zur Nahversorgung der Bewohner errichtet wurde. Für die Hand voll Geschäftsleute, die es neben dem Plus-Supermarkt und der Drogerie Schlecker noch im Kleinen Zentrum gibt, bedeutet dies weiter eine ungewisse Zukunft. «Seit Jahren arbeiten wir mit der Möglichkeit, dass es bald vorbei ist», sagt Rehn. Denn nach einer Zwangsversteigerung könnte der neue Eigentümer mit drei Monaten Frist die Mietverträge kündigen. Trotz der Ungewissheit, welche Pläne ein künftiger Eigentümer hat, denkt Rehn nicht ans Aufhören. «Mein Vater hat vor 40 Jahren die Apotheke gegründet, ich bin seit 20 Jahren hier.» Sein sehnlichster Wunsch: Dass Leben zurück kehrt in die verlassenen Geschäfte. «Die Gebäude sind gut. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist alles in Ordnung.»

Der Abstieg des Zentrums habe 1991 begonnen, sagt Helga Krausser-Raether, Vorsitzende des vor zwei Wochen gegründeten Vereins «Brücke 71». Einen weiteren Abwärtsschub habe es 2001 gegeben, mit der Einsetzung eines Zwangsverwalters. Seit im Mai 2005 die «Thomas-Mann-Stubb» und das dazugehörige Wasserhäuschen geschlossen wurden, sei es noch trostloser geworden, sagt Rehn. Bis vor kurzem habe es noch einen Bäcker, eine Fußpflege und eine ambulante Krankenpflege gegeben. Metzger und Uhrmacher hätten längst aufgegeben. «Ein gutes Konzept hat es für das Kleine Zentrum nie gegeben.» Manch einer in der Nordweststadt kritisiere, der Zwangsverwalter habe das Zentrum bewusst verkommen lassen. «Aber was sollen die schon machen? Wie ein Konzept entwickeln?», fragt Rehn.

Seit viele Geschäfte leer stehen, fühlen sich viele Nachbarn in dem Kleinen Zentrum nicht mehr wohl. «Wenn ich abends nach Hause gehe, mache ich immer einen Umweg. Hier durchzugehen, ist mir zu gefährlich», sagt eine 16-Jährige. Wegen der oft 20 bis 30 Jugendlichen, die den neuen Spielsalon im Kleinen Zentrum zu ihrem Treffpunkt gemacht hätten. «Viele Kunden trauen sich hier kaum noch her», sagt auch ein Ladeninhaber. Dabei sind es gerade die alteingesessenen Stammkunden, von denen Geschäfte wie die Nordwest-Apotheke leben, erklärt Rehn.

Nach Auskunft der Deutschen Bank soll für März oder April 2006 ein neuer Versteigerungstermin anberaumt werden. Hoffnung, das Kleine Zentrum als Einkaufspassage noch zu retten, macht sich auch die «Brücke 71»: «Wir sind die Menschen aus der Nordweststadt, die sich auf Grund der Versteigerung zusammengefunden haben», erklärt Frau Krausser-Raether. Am Freitag, 16. Dezember, präsentiert sich der Verein von 15 bis 18 Uhr mit einem Stand vor der Nordwestapotheke. «Gemeinsam mit der Fachhochschule Frankfurt und dem Quartiersmanagement wollen wir per Fragebogen eine Bedarfsanalyse für die Nordweststadt erstellen.» Ihr Ziel: Ein tragbares Konzept zu entwickeln, um das Kleine Zentrum wieder mit Leben zu füllen. (hau)




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