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19.01.2006

Rauschgiftfund unter ungewöhnlichen Umständen

Aufmerksame Mitbürger machten am Dienstag, dem 17. Januar 2006, gegen 11.00 Uhr, die Beamten des 14. Polizeireviers auf ein Fahrrad in der Goldgrubenstraße aufmerksam.

Wie die Mitteiler informierten, lehnte das Rad schon seit Silvester an einer Laterne, gesichert mit einem Schloss. Seit dieser Zeit hatte sich niemand mehr darum gekümmert.

Daraufhin wurde eine Funkstreife nach dort entsandt, da der Verdacht bestand, dieses könnte gestohlen worden sein. Zu dem Fahrrad gehörte auch ein Hartschalenkoffer, der fest mit dem Gepäckträger verbunden war. Die Beamten öffneten den Koffer und stießen auf eine pulvrige Substanz, die in verschiedene Folien verpackt war. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich bei dem Fund um Sprengstoff handelte, wurde zunächst die nähere Umgebung abgesperrt und dann die Experten des Hessischen Landeskriminalamtes informiert.

Nachdem diese Entwarnung gegeben hatten, durfte sich der Rauschgiftspürhund versuchen. Dieser schlug auch an und ein Schnelltest offenbarte, dass es sich bei der ominösen Substanz um rund 800 Gramm Heroin handelte. Man stellte nun das Heroin sicher und entschloss sich, das Fahrrad durch Zivilkräfte observieren zu lassen.

Viel schneller als gedacht und noch bevor die hierzu eingeteilten Beamten vor Ort erschienen, ging ein erneuter Zeugenanruf ein, wonach sich soeben eine Person mit dem Fahrrad in Richtung der U-Bahnstation Wiesenau aufgemacht habe. Eine von diesem Sachverhalt informierte Streife des 14. Polizeireviers nahm dann gegen 15.00 Uhr an der genannten U-Bahnstation einen 36-jährigen jugoslawischen Staatsangehörigen fest, der auch im Besitz der Fahrradschlüssel war.

Auf Befragen gab der in Frankfurt wohnhafte 36-Jährige an, von dem Rauschgift nichts zu wissen. Auch gehöre ihm das Fahrrad nicht, dieses habe er nur im Auftrag eines Bekannten abholen wollen.

Die Ermittlungen dauern an.




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