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17.06.2004

Jetzt schmökern wir im Literaturcafé

Von Julie Bayer

Nordweststadt. Ein paar flauschige Sofas, einige Eimer leuchtender Farbe, gefüllte Bücherregale und schweres Gerät zum Durchbrechen einer Containerwand: Das sind die Zutaten, die aus lesefaulen Schülern Bücherwürmer machen. Die Ernst-Reuter-Schule (ERS) II hat das Rezept ausprobiert – mit Erfolg, wie die stellvertretende Leiterin der Schulbibliothek, Iris Gebler-Lauer, findet. Heute wird das Literaturcafé mit einem Fest eröffnet. 2002 hatte Ruth Kockelmann die Schulbibliothek, die wegen der Erhöhung der Klassenzahl auf acht Parallelklassen pro Stufe und der damit verbundenen Raumknappheit vor Jahren hatte aufgelöst werden müssen, in zwei der vier Container, die im Zentrum der Schule stehen, wieder eröffnet. Unterstützt wurde die Lehrerin von ihren Schülern und der Schulbibliothekarischen Arbeitsstelle (SBA) der Stadtbücherei Frankfurt, die Ratschläge zur Gestaltung und Organisation der Bibliothek gab. Neben Bibliotheksleiterin Ruth Kockelmann arbeiten sechs ehrenamtliche Helfer, Väter und Mütter von Schulkindern, in der aluminiumgrauen Bücherburg. «Die Resonanz der Schüler war von Beginn an sehr positiv. Von dieser Beobachtung wurden wir angespornt, die Bibliothek noch ansprechender zu gestalten», berichtet Iris Gebler-Leuer. So sei die Idee entstanden, ein Literaturcafé einzurichten, das den Fünft- bis Zehntklässlern Raum zum Lesen und Entspannen oder zur Erledigung ihrer Hausaufgaben geben soll.

Handwerkskundige Eltern brachen ein Stück der Containertrennwand heraus und gestalteten einen Teil der nüchternen Bibliothek in ein gemütliches Café mit Sofas, Schmöker-Literatur und einer durch Elternspenden finanzierten Kühltheke um. Dienstags, donnerstags und freitags wird die Bibliothek wie bisher in der Zeit von der ersten großen Pause um 9.25 Uhr bis zum Ende der zweiten großen Pause um 11.40 Uhr geöffnet sein. Schüler und Lehrer können dann zwischen dem ruhigeren Ambiente der mit Biologie-, Kunst- und Geschichtsbüchern ausgestatteten Sachliteraturabteilung und dem lebhafteren «Wohnzimmerflair» des Cafés wählen. Für Energie-Nachschub sorgen die Getränke und Snacks, die der von der Schule betriebene Erste-Welt-Laden zum Kauf anbietet. «Die Einnahmen aus dem Lebensmittelverkauf fließen zu gleichen Teilen in die Bibliothek und in das Projekt ‚Schule in El Salvador‘», erklärt Iris Gebler-Leuer. Die 45-jährige Mutter zweier Kinder erhofft sich durch das Geschäft einen kleinen Gewinn. Die Bibliothek hätte ihn nötig, denn das Geld sei knapp. Zwar stellte die Stadt als Container-Eigentümer dem Team um Ruth Kockelmann die provisorischen Klassenzimmer unentgeltlich zur Verfügung. Die SBA finanziert außerdem zwei mal jährlich die Bestellung neuer Bücher. Doch Aktualisierung und Ausbau des rund 2000 Bücher umfassenden Bestandes sind teuer. Firmen- und Elternspenden, Zuschüsse durch den Förderverein und Einnahmen aus dem Bücherflohmarkt seien daher ein willkommenes Zubrot. «Außerdem suchen wir weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, damit wir unser Literaturcafé auch montags und mittwochs öffnen können.» Die Nachfrage seitens der Schüler sei groß. 30 bis 40 Kinder besuchten die Bibliothek in den Unterrichtspausen. Künftig sei gar mit noch mehr Andrang zu rechnen. Iris Gebler-Leuer kann möglichen Kollegen zu der bibliothekarischen Arbeit nur zuraten: «Es macht viel Spaß, zu sehen, wie anfangs eher desinteressierte Kinder nach und nach Geschmack am Lesen finden.»




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