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27.12.2006

Hallenspielplatz kann bis Sommer bleiben



Riedberg.Nach wie vor ist das Schicksal des Abenteuerspielplatzes Riederwald unklar. Seit drei Jahren befindet sich der „Abenteuerplanet“ in einer ehemaligen Reiterhalle. In den Wintermonaten ist er eine der wenigen Orte, wo Kinder ungestört von Wind und Wetter richtig toben können. Dass damit jederzeit Schluss sein könnte, ist den Verantwortlichen im Verein Abenteuerspielplatz Riederwald von Anfang an klar gewesen. „Aber wir hören immer nur Gerüchte, wann es soweit ist“, so Patrick Paris, Mitglied im Vorstand des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald, der den Hallenspielplatz betreibt. Dabei sollte bis zum Jahresende feststehen, was aus der Halle werden soll.

Bis vor kurzem hieß es noch, die Halle müsste im Mai der künftigen Riedbergallee weichen. „Nun munkelt man, dass wir noch bis zum Sommer bleiben können.“ Im Prinzip sei das Hin und Her für den Verein kein großes Problem, ergänzt der Vereinsvorsitzende Michael Paris. „Der Hallenspielplatz ist ohnehin aus einem Provisorium entstanden.“ Fest stehende Geräte habe man nicht aufgebaut. Von heute auf morgen könne der Verein die Halle räumen.

Fraglich ist eben nur, wohin. Denn während fest steht, dass der Hallenspielplatz an seinem heutigen Platz nicht dauerhaft bleiben kann, ist völlig offen, ob der Verein einen Ersatz für die Halle bekommt. Drei Millionen würde ein Neubau kosten – um Geräte, Personal und Nebenkosten könnte sich wie bisher der Verein kümmern. Der neue Platz könnte an der Landstraße zwischen Kalbach und Niederursel sein: Dort soll das Sportzentrum Riedberg entstehen. Auch die Baupläne für die neue Halle schlummern schon in den Schubladen der Hessenagentur: 1500 Quadratmeter überdachten Platz könnte es geben, dazu die gleiche Fläche im Freien.

„So könnten wir zu jeder Jahreszeit öffnen und ein breites Angebot schaffen. Wenn die Stadt die Kosten für Personal und Unterhalt übernähme, müssten wir auch keinen Eintritt mehr verlangen.“ Doch bisher ist ungewiss, ob sich die Fraktionen im Römer überhaupt für die Kinder am Riedberg einsetzen werden. „Bisher habe ich keine Signale von dort bekommen.“ Das Problem sieht Paris auf der unteren politischen Ebene. „Es gibt keinen Druck aus dem Stadtteil, denn noch wohnen hier recht wenig Familien. Viele Häuser werden ja gerade erst bezogen.“ Auch von Seiten des Ortsbeirates gebe es wenig Unterstützung. „Der Riedberg hat keinen eigenen Ortsbeirat und ist mehrheitlich vom Willen der Kalbacher Politiker abhängig.“

Noch leben auf dem Riedberg erst knapp 2000 Menschen. Schon in zehn Jahren soll sich diese Zahl allerdings mit 15 000 auf mehr als das Siebenfache anwachsen. (bkl)

Im Internet ist ein Forum für die Interessensgruppen am Riedberg entstanden: http://www.riedberg.info




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