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11.01.2007

Neues Stöffche fürs Jubiläumsjahr im Lahmen Esel

Niederursel. Wenn es um den Ebbelwei in der Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ geht, lieben die Stammkunden mehrheitlich klare Verhältnisse.

Denn das allzu urige und naturtrübe Stöffche kommt bei den jüngeren Ebbelweifreunden offenbar weniger an als filtrierte und milde Sorten. Deshalb setzt der Wirt Thomas Metzmacher jetzt die Tradition der Kelterei Zenker mit dem klaren Altenstädter Goldapfelwein fort. Und zum Auftakt im Jubiläumsjahr des 200 Jahre alten Lokals hatte keine Geringere als die Frankfurter Apfelweinkönigin Daniela I. die Ehre, die ersten Bembel der Kelterei Wenzel auszuschenken.

Dass das neue Stöffche in der voll besetzten Wirtschaft wegging wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln, hing allerdings nicht nur daran, dass es das jeweils erste Glas gratis gab. Denn offenbar hat Wenzel den Geschmack getroffen, wie auch Ihre Majestät mit ihrem durchaus fachfraulichen Urteil befand: „Der klare Ebbelwei schmeckt mild, aber auch sehr naturein und fruchtig. Deshalb kann man ihn das ganze Jahr genießen“, sagte sie.

Das will etwas heißen: Immerhin setzt sich die Expertin und Wirtin der Apfelwein-Schänke Malepartus sogar kritisch mit den Verfahren der alkoholischen Apfelgärung in England und Frankreich auseinander. Der naturtrübe Ebbelwei schmecke im allgemeinen kräftiger und spreche je nach Jahreszeit und Anlass eher die älteren Semester an, weiß sie aus Erfahrung auch in ihrem Lokal. Was Peter Bohneberger bestätigt, Stammgast im „Lahmen Esel“ seit 1948: „Unserer Generation liegt der naturtrübe und etwas saure Schoppen eher.“ Doch auch dem neuen „Klaren“ könne er eine noch gute Note bescheinigen.

Der Wechsel der Kelterei war notwendig, weil Zenker, die den „Lahmen Esel“ über 30 Jahre lang belieferte, kürzlich aus Altersgründen schließen musste. „Bis kurz nach Neujahr hatten wir noch Restbestände, nun aber kommt Wenzel zum Zug“, erklärte Metzmacher. Mit Rücksicht auf die Empfindlichkeit des Naturproduktes verzichtet er darauf, größere Mengen im Vorrat zu halten. Jetzt im Winter lagern im Schnitt etwa sechs Fässer in seinem Keller.

Thomas Wenzel, Inhaber der gleichnamigen Kelterei in Altenstadt, beliefert derzeit rund 30 Gaststätten in Frankfurt. In seinem Betrieb werden die Äpfel mit einer hydraulischen Korbpresse gekeltert, bis zu 300 000 Liter gewinnt er so pro Saison. „Wir stellen das Stöffche so her, wie es uns das Obst von Natur aus hergibt. Dabei verwenden wir nach Möglichkeit nur einheimische Streuobstsorten, die aus einem Umkreis von etwa 20 Kilometern um Altenstadt kommen“, betonte er. Nur in Jahren mit ungenügender Ernte würden Äpfel von außerhalb hinzugekauft.

Zwar gehört Metzmacher zur Vereinigung der Frankfurter Apfelweinwirte und wurde sogar mit dem Gastro Award Hessen 2004 in der Kategorie als bestes Apfelweinlokal ausgezeichnet. Doch für seine Gäste hat Metzmacher auch eine große Auswahl sonstiger Getränke mit und ohne Alkohol parat. Denn die früher übliche Beschränkung seiner Zunft auf Ebbelwei und Wein hält der Wirt nicht mehr für zeitgemäß.

So wird etwa zu den Sauerländer Wochen vom 12. Januar bis 11. Februar auch Wäldches Bier ausgeschenkt. Kenner schätzen zudem das „Eselsblut“, ein Himbeerlikör nach Omas Hausrezept. Und wer es noch stärker will, dem sei der Kräuterlikör „Eselstropfen“ empfohlen. Denn auch wahre Spirituosenfreunde kommen im „Lahmen Esel“ auf den Geschmack. Und über den soll man bekanntlich nicht streiten. (got)




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