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16.01.2008

Land will eine Klasse streichen

Ärger an der Ernst-Reuter-Schule

Nordweststadt. Mit einer Resolution protestiert die Personalversammlung der Ernst-Reuter-Schule II (ERS) gegen die geplante Reduzierung des gemeinsamen Unterrichts (GU) von behinderten und nicht behinderten Kindern. Das Staatliche Schulamt hatte der Schulgemeinde mitgeteilt, dass „wahrscheinlich Ressourcen abgezogen werden“, um an der Heinrich-Kraft-Schule in Fechenheim eine GU-Klasse einzurichten.

„Das würde unser geschlossenes Konzept zerstören“, sagt ERS II-Schulleiter Knut Dörfel. Denn zurzeit besteht in vier von acht Klassen pro Jahrgang ein gemeinsamer Unterricht. „Wir haben ein Partnersystem eingeführt, so dass immer eine Klasse ohne und eine mit behinderten Kindern zusammen arbeiten.“ Spätestens ab der siebten Klasse, wenn das Kurssystem greift, kommen somit alle Schüler in den Genuss des gemeinsamen Unterrichts. „Wird das auf drei Klassen reduziert, ist das nicht mehr aufrecht zu erhalten“, sagt Dörfel. Die Personalversammlung verweist darauf, dass dann neben drei Partnerklassen mit garantierten Obergrenzen von 22 bzw. 26 Schülern zwei Regelklassen mit möglichen Obergrenzen von 33 Schülern stünden. Es gäbe Schüler, so die Pädagogen, die mit behinderten Mitschülern nur noch auf dem Pausenhof in Kontakt kämen und Integration nicht mehr in Unterrichtssituationen gemeinsam erleben und erarbeiten.

Schulleiter Dörfel habe sich bereits seit einigen Wochen um Planungssicherheit bemüht. Die Antworten aus dem Staatlichen Schulamt blieben jedoch aus oder waren hinhaltender Natur.

Die Personalversammlung befürchtet nun, eine weitere Aushölung des GU. Die Einrichtung weiterer Plätze, wie in Fechenheim, wäre „an sich ein erfreulicher Anlass“, heißt es in einer Presseerklärung. Das Staatliche Schulamt ziehe es aber vor, den „von elterlicher Seite zum Ausdruck gebrachten Mehrbedarf an GU-Plätzen zu ignorieren“. Stattdessen erfolge nur eine Verschiebung. Bestenfalls. Denn der bildungspolitische Sprecher der Grünen im Römer, Manuel Stock, erinnert an die Römerstadtschule. „Die Eltern mussten bereits feststellen, dass die so genannte ‚Umverteilung’ bei der Streichung einer Integrationsklasse an der Römerstadtschule vor drei Jahren bisher noch immer nicht stattgefunden hat. Das Land soll von den Reduzierungsabsichten an der ERS II schnellstmöglich Abstand nehmen“, fordert Stock.

Die Personalversammlung der ERS II sieht darin einen weiteren Schritt der Landesregierung, den gemeinsamen Unterricht auszutrocknen. Dabei zählen die Pädagogen bereits vollzogene Maßnahmen auf: Die Begrenzung der einer Klasse zustehenden Förderstunden auf maximal 20 pro Woche sowie die „bedarfsgerechte Zuteilung“ der Förderlehrer. Seit einem Jahr würden diese nicht mehr den Schulen zugewiesen, sondern einem Förderzentrum. Von dort würden sie von Fall zu Fall eingesetzt. So finde ein ständiger Wechsel statt. „Die eigentliche Qualität des GU, die auf Vertrauen und stabilen sozialen Beziehungen fußt, geht dabei verloren. Vor allem für behinderte Kinder und die Förderlehrer“, kritisiert die Personalversammlung. Zudem würden Schüler einfach zugeteilt, ohne dass Lehrer und Eltern mitbestimmen können, ob sie in die jeweiligen Klassenkonstellation passen.

Das Staatliche Schulamt und das Kultusministerium hüllen sich derzeit in Schweigen. Während eine Sprecherin in Wiesbaden darauf verweist, dass die Behörde in Frankfurt darüber Auskunft gibt, teilte Schulamtssprecherin Sabine Schweiß mit, dass der zuständige Sachbearbeiter im Urlaub sei. Und Amtsleiter Hans-Rolf Eifert war auch innerhalb von zwei Tagen nicht zu erreichen.

Von Sören Rabe




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