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15.01.2008

Der Nordweststadt eine Zukunft geben

Nordweststadt. Große Ziele hat sich der Verein Brücke 71 für die Nordweststadt in diesem Jahr gesteckt: Die Zukunft des Gemeindezentrums im Gerhart-Hauptmann-Ring 398, der Wochenmarkt im Kleinen Zentrum, Nachbarschaftsprobleme in den Hochhäusern und eine Ausstellung zur Erinnerung an den 40. Todestag des Bürgerrechtlers Martin Luther King stehen auf der Aufgabenliste. Die Arbeitskreise, die sich unter dem Dach der Brücke gebildet haben, sind bereits mitten in der Arbeit.

„In Sachen Gemeindezentrum muss sich in diesem Jahr was tun. Zwar steht es jetzt unter Denkmalschutz, aber der ewige Leerstand lässt es verfallen“, sagt Jan Goßmann, der auf der jüngsten Jahreshauptversammlung zum Vereinsvorsitzenden gewählt wurde. Ideen gäbe es im vereinseigenen Arbeitskreis schon einige, auch im Nachbarschaftsbüro für die Nordweststadt werden Pläne entwickelt, die alle auf ein vielfach genutztes Nachbarschaftshaus hinwirken. „Bei uns hat sich beispielsweise eine Schauspielerin gemeldet, die sich vorstellen kann, dort mit Jugendlichen Theater zu machen.“ Das Problem: Die Zahl der Interessenten und Ideen sei durchaus zahlreich, allerdings fehle nach wie vor ein Partner, der die ganze Immobilie mieten oder gar die Renovierung stemmen könnte. „Aber in diesem Jahr muss sich irgendetwas entscheiden.“

2008 wird wohl auch das Jahr der Entscheidung werden, ob das Experiment Wochenmarkt im Kleinen Zentrum aufgeht oder nicht. Der Markt laufe „mäßig gut“, so Goßmann, derzeit fehle ein Gemüsehändler. Der letzte Marktbeschicker hat mangels Umsatz abgesagt. „Das war wohl auch eine Frage der Qualität. Wir dachten am Anfang, niedrige Preise seien das Wichtigste. Aber billig gibt es hier überall, bessere Qualität kommt besser an.“ So habe auch der Metzger gewechselt, seitdem laufe es besser. „Wir sind immer noch überzeugt, dass wir das Ganze in Gang bekommen.“ Noch völlig offen ist hingegen, was der neu gegründete Arbeitskreis Nachbarschaftsprobleme erreichen kann. Vor allem aus den Hochhäusern der Nordweststadt kommen immer wieder Klagen über Müllprobleme, Drogenhandel vor der Haustür, respektlose Jugendliche, lärmende Nachbarn. Die Vereinsmitglieder, die sich dieses Themas annehmen, wollen sich erst einmal einen Überblick verschaffen, was das Zusammenleben in der Siedlung erschwert. Dann sind Ideen gefragt, wie Abhilfe geschaffen werden kann, damit die Nachbarn wieder rücksichtsvoller miteinander umgehen.

Ebenfalls noch im Entwurfsstadium ist das Vorhaben, eine Fotoausstellung zum 40. Todestag des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King am 4. April auf die Beine zu stelle. Die Idee dazu kommt von Quartiersmanagerin Annette Püntmann, der Verein Brücke 71 unterstützt sie gern. Den Initiatoren schwebt vor, dass ein Profi-Fotograf in den Bussen in der Nordweststadt fotografiert. „Diese Bilder würden gut zeigen, wie bunt die Nordweststadt ist“, sagt Goßmann. Das Thema Bus wäre außerdem ein Anknüpfungspunkt zu Martin Luther King – und auch zum Verein. In einem Bus nämlich hatte die von Luther King geführte Bürgerrechtsbewegung ihren Anfang genommen. 1955 wurde in der amerikanischen Stadt Montgomery (Alabama) Rosa Parks festgenommen, weil sie sich weigerte, ihren Platz im Bus für einen Weißen zu räumen. Die Empörung der Schwarzen mündete in den Montgomery Bus Boycott. Busse standen aber auch am Anfang des Vereins Brücke 71 – er hat die Nordweststadt-Linie 71 in seinen Namen aufgenommen.

Mit diesen vier Themen ist die Agenda des Vereins noch lange nicht erschöpft. Der Runde Tisch zum Thema Ortsumgehung Praunheim wird fortgesetzt, ebenso wie das äußerst erfolgreiche Interkulturelle Frauentreff. Außerdem versucht die Brücke den Vorschlag von Ortsbeirat und stellvertretendem Ortsvorsteher Robert Pastyrik (SPD), im Stadtteil einen Filmclub ins Leben zu rufen, mit Leben zu füllen. Dafür werden noch Mitstreiter gesucht.

Das gilt natürlich auch für alle anderen Vereinsprojekte. Nach wie vor ist Goßmann mit der geringen Mitgliederzahl unzufrieden. Und er will die Migranten für den Verein gewinnen. „Wir haben gute Kontakte zu Bewohnern aus anderen Ländern, aber immer, wenn es darum geht, Mitglied zu werden, ziehen sie zurück.“ Da wollen Goßmann und seine Mitstreiter weiter Überzeugungsarbeit leisten.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter

http://www.bruecke71.de.

Von Inga Janovic



Das Kleine Einkaufszentrum hat eine positive Entwicklung durchgemacht. Im Hintergrund ist der Kirchplatz der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde zu sehen. Foto: Martin Weis

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